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Einmaliger Bestand zur Foto-Geschichte

Deutsches Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte Einmaliger Bestand zur Foto-Geschichte

Mit rund 66.000 Euro fördert die Hessische Kulturstiftung den Ankauf der „Bibliothek zur Photographie, Collection Dr. H. Krauss“ durch das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg. Das hat der Stiftungsrat unter Vorsitz des Hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier in seiner Frühjahrssitzung in Wiesbaden beschlossen.

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Objekte aus der „Bibliothek zur Photographie, Collection Dr. H. Krauss“.

Quelle: Thomas Scheidt / Philipps-Universität Marburg, Bildarchiv Foto Marburg

Marburg. Die außergewöhnliche Privatsammlung aus dem Besitz des Stuttgarter Fotoforschers und -sammlers Dr. Rolf H. Krauss ergänzt das Archiv und die Bibliothek des DDK, dessen Bildarchiv mit 2,2 Millionen Objekten eine der größten Sammlungen von Fotografien zur europäischen Kunst und Architektur in analoger und zunehmend auch digitaler Form bewahrt. 1913 vom Kunsthistoriker und ersten Ordinarius für Kunstgeschichte Richard Hamann gegründet, ist das „Bildarchiv Foto Marburg“ als DDK seit 2009 ein Forschungszentrum an der Philipps-Universität Marburg.

„Durch den Ankauf wird der medienspezifische Schwerpunkt in Mittelhessen weiter 
 ausgebaut und ein einmaliger 
Buchbestand zur Geschichte 
der Fotografie Forschenden, Lehrenden und Lernenden zur Verfügung gestellt“, hob Stiftungsratsmitglied Professor Dr. Marcel Baumgartner hervor. Die Präsidentin der Philipps-Universität, Professorin Dr. Katharina Krause, dankt der Hessischen Kulturstiftung für die Förderung, durch die die wertvolle Sammlung nun von der Staatsgalerie Stuttgart nach Marburg gelangt.

Bibliothek besteht aus
 16.000 Einzeltiteln

Seit 1994 befand sich die „Collection Dr. Rolf H. Krauss“ in der Bibliothek der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie, die ab 2002 im Erweiterungsbau der Alten Staatsgalerie ihren Ort fand. Dort wurde sie bibliothekarisch vorbildlich betreut, erschlossen und stand Fachbesuchern zur Verfügung.

Die Büchersammlung findet 
nun in Marburg einen neuen Standort in einem lebendigen Forschungsumfeld. Sie ergänzt die hier vorhandenen Bestände 
 und wird langfristig weitergeführt. Die Bibliothek stellt Quellen für die Erforschung und wissenschaftliche Bearbeitung der Fotografie als genuin neuem Medium der Moderne zur Verfügung. Sie ist das Ergebnis einer fast fünfzigjährigen Sammeltätigkeit mit rund 16.000 Einzeltiteln.

Die frühesten Bände datieren von 1846, die spätesten von 2011. Neben Künstler- und Fotografen-Monografien, Ausstellungs- und Sammlungskatalogen, Auktionskatalogen, Literatur zur Fototheorie und Fotogeschichte Nachschlagewerken sowie Zeitschriften und Jahrbüchern des 19. und 20. Jahrhunderts vereint die Bibliothek wichtige Publikationen zur Farbfotografie im Buch bis 1945 sowie nur selten gesammelte technische Literatur zu Apparaturen und Anwendungsbereichen der Fotografie sowie Firmenschriften.

Besonders wertvoll sind die mit Originalfotografien bestückten Mappenwerke und Alben des 19. Jahrhunderts sowie in kleinen Auflagen gedruckte Fotobücher der 1960er-Jahre, die auf Auktionen Höchstpreise erzielen.

Die „Forschungsbibliothek Dr. Rolf H. Krauss“ wird als Teil der Universitätsbibliothek der Philipps-Universität Marburg geführt und betreut werden. Der Bestand wird voraussichtlich ab 2020 in dem von Bund und Ländern mit rund 19 Millionen Euro geförderten Forschungsneubau des DDK präsentiert werden.

 
Hintergrund

Das Deutsche Dokumentationszentrum für Kunstgeschichte – Bildarchiv Foto Marburg (DDK) ist eine national und international agierende Forschungs- und Serviceeinrichtung, getragen von der Philipps-Universität Marburg.

Zu den Aufgaben des Zentrums gehören die Sammlung, Erschließung und Vermittlung von Fotografien ebenso wie die Forschung zu Geschichte, Praxis und Theorie der Überlieferung von visuellem Kulturgut.

Durch den Aufbau kooperativer Strukturen unterstützt das DDK die Dokumentationsarbeit an Museen, Denkmalämtern, Bibliotheken und Forschungsinstituten aus dem In- und Ausland.

Zu der in über 100 Jahren zusammengetragenen wissenschaftlichen Sammlung gehören auch historisch besonders wertvolle Glasplatten-Negative aus der Frühzeit der Fotografie.

 
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