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Einigung im Mietstreit in Sicht

Am Rabenstein Einigung im Mietstreit in Sicht

Nach langem Streit zwischen Mieter Dr. Bernhard Longinus und seinem Vermieter kommt am Rabenstein in Marburg eine Einigung in Sicht. Am Zustand der Beleuchtung des Wegs und der Wasserversorgung hat sich bislang nicht viel getan.

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Aus diesem Wasserhahn in Bernhard Longinus Wohnung kommt derzeit kein Wasser. Der Mieter vermutet, die Leitung ist bei den Minusgraden eingefroren.

Quelle: Philipp Lauer

Marburg. Die Anwälte von Mieter und Vermieter scheinen in den Verhandlungen über eine Einigung im verhärteten Streit „auf der Zielgeraden“ zu sein, berichtete Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) am Donnerstagabend. Er habe, nachdem sich der Streit zuletzt zuspitzte (die OP berichtete), mit dem Vermieter und dem Anwalt des Mieters gesprochen.

Dr. Bernhard Longinus hofft, dass es zu einer Vereinbarung kommt, möchte aber noch nicht beschreiben, wie diese aussieht. „Voraussetzung dafür ist außerdem, dass der Vermieter seinen Pflichten nachkommt. Dazu gehört, die Wohnung in einem ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen und einen sicheren Zugang zur Wohnung zu gewährleisten“, sagt Longinus.

Die Wohnung am Rabenstein, in der Longinus ein lebenslanges Wohnrecht genießt, wurde zuletzt zunehmend unbewohnbarer. Der Vermieter, ein Immobilieninvestor aus dem Ostkreis, hatte das Dach zum Teil abdecken und im Erdgeschoss unterhalb der Wohnung die Fenster und Heizungen ausbauen lassen. Zusätzlich erschwert seit Mitte Dezember ein Baugerüst den Zugang zur Wohnung und nimmt dem Vermieter Licht ­sowie Sicht. Gearbeitet wurde darauf bislang nicht.

Erneut fließt kein Wasser

Seit den Abrissarbeiten im Erdgeschoss der Wohnung funktioniert die Beleuchtung entlang des Wegs nicht mehr. In Verbindung mit dem Gerüst stellt dies eine Gefahr dar, wie auch die Bauaufsicht nach einer Beschwerde des Mieters feststellte. Diese setzte dem Vermieter eine Frist bis zum 6. Januar, um einen sicheren Zugang zur Wohnung herzustellen. Nachdem diese Frist verstrichen ist, versicherte der Vermieter der Bauaufsicht, bis zur dritten Kalenderwoche eine Beleuchtung zu installieren. Bislang wurde aller­dings nur ein kleiner Strahler mit ­Bewegungsmelder angebracht. Dieser leuchtet laut Longinus nur einen Bereich von etwa zweieinhalb Metern aus. Der gesamte Fußweg und der größte Teil des Zugangs zur Wohnung sei weiterhin nicht beleuchtet. Die Bauaufsicht werde Anfang der kommenden Woche prüfen, ob nach bauaufsichtlichem Verständnis noch etwas zu beanstanden ist, sagte Baudezernent Kahle am Freitagnachmittag.

Während der ersten Kältewelle zu Beginn des Jahres war eine Wasserleitung im Erdgeschoss des Hauses eingefroren. Longinus hatte daraufhin in Teilen­ seiner Wohnung kein Wasser. Den von seinem Anwalt gestellten Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung habe der Vermieter mit der Ankündigung, den Schaden zu beheben, abgewendet. Die Leitung wurde isoliert, aus ihr fließt ­wieder Wasser. Seit Donnerstag fließt aus dem Wasserhahn des Waschbeckens im Badezimmer kein Wasser mehr – vermutlich ist nun eine andere Wasserleitung eingefroren.

Auf Nachfrage erklärte der Vermieter, er wolle in dieser Sache nicht mit der OP sprechen. Der Immobilieninvestor hat ­eine Abbruchgenehmigung für das Haus und will dort wohl neu bauen.

von Philipp Lauer

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Mietstreit am Rabenstein spitzt sich zu

Bernhard Longinus fürchtet, aus seiner Wohnung gedrängt zu werden. Sein Vermieter hat eine Abbruchgenehmigung für das Haus und will dort wohl neu bauen.

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Mietstreit am Rabenstein
Der Mietstreit am Rabenstein spitzt sich weiter zu. Nachdem der Vermieter in der Woche vor Weihnachten das Haus eines Mieters komplett einrüsten ließ, fließt dort seit Freitagmorgen in manchen Räumen nun auch kein Wasser mehr. Foto: Philipp Lauer

Im Mietstreit am Rabenstein zeigen sich Folgen der Abrissarbeiten im Erdgeschoss des Hauses. Wie Mieter Bernhard Longinus mitteilt, fließt seit Freitagmorgen in manchen Räumen kein Wasser mehr.

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