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Eine komplette neue Klinik wird angedockt

Bauarbeiten Eine komplette neue Klinik wird angedockt

Die Bauarbeiten für den dritten Bauabschnitt des Uni-Klinikums laufen auf Hochtouren.

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Das Luftbild von Fotograf Rainer Waldinger zeigt das Uni-Klinikum auf den Lahnbergen aus der Vogelperspektive. Im Vordergrund sieht man das Gebäude des dritten Bauabschnitts mit Baukränen.

Marburg. Seit rund einem Jahr wird am Uni-Klinikum auf den Lahnbergen angebaut: Als Anbau an das Hauptgebäude wird die sogenannte „Kopfklinik“ errichtet. Dort sollen hauptsächlich bisher im Lahntal stationierte Kliniken untergebracht werden, die sich mit Erkrankungen rund um den menschlichen Kopf beschäftigen. „Mit der Erstellung der Rohbauten liegen wir im Zeitplan“, berichtete Horst Theis, der technische Leiter des Uni-Klinikums, auf Anfrage der OP.

Das bedeutet, dass der Rohbau fristgerecht Mitte Oktober fertiggestellt sein soll. Mittlerweile haben laut Theis die technischen Gewerke in den unteren zwei Geschossen mit den Vorbereitungsarbeiten für die Ins tallationen von Heizungs- und Sanitärtechnik begonnen. Insgesamt soll der neue Gebäudekomplex sieben Geschosse bekommen wie das Hauptgebäude des Klinikums.

Noch muss aber eine Menge an Arbeit getan werden, bis Ärzte und Pflegekräfte aus dem Lahntal auf die Lahnberge umziehen können. Theis rechnet damit, dass der Einzug in die Kopfklinik Anfang Januar 2011 erfolgen kann.

Der Spatenstich für den dritten Bauabschnitt des Uni-Klinikums auf den Lahnbergen war am 23. Juli vergangenen Jahres erfolgt. Ministerpräsident Roland Koch und die Verantwortlichen von Uni, Stadt, Uni-Klinikum und der Rhön Klinikum AG hatten gemeinsam mit dem Architekten den symbolischen Spatenstich für den Neubau der Kopfklinik im dritten Bauabschnitt ausgeführt.

Auf einer Fläche von 40 000 Quadratmeter wird auf dem Gelände des ehemaligen Hubschrauberlandeplatzes ein Anbau an das Hauptgebäude der Klinik auf den Lahnbergen errichtet. Dort sollen die im Lahntal verbliebenen Kliniken bis auf die Psychiatrie ihren neuen Platz finden. Zusammen mit den medizintechnischen Investitionen und Stationssanierungen investiert die Uni-Klinikum Gießen und Marburg GmbH für den Anbau rund 105 Millionen Euro. „Die Kliniken werden an einem Standort zusammengefasst.

Wir versprechen uns davon kurze Wege unter einem Dach und eine bessere Patientenversorgung“, sagte Dr. Peter Mein, der kaufmännische Geschäftsführer des Uni-Klinikums in Marburg. Die Klinik soll unter anderem die bisher noch im Lahntal verbliebenen Kliniken wie die Hals-, Nasen-, Ohrenklinik, die Augenklinik und die Neurologie beinhalten.

Die Rhön Klinikum AG will in der neuen Kopfklinik auch Platz schaffen für weitere Intensivstationen und zusätzliche ambulante Operationssäle. Der Neubau wird an das Hauptgebäude des Marburger Uni-Klinikums „angedockt“, wie auf dem nebenstehenden Luftbild von Rainer Waldinger zu sehen ist. Der neue Hubschrauberlandeplatz wird auf dem Dach des neuen Gebäudes errichtet.

Im Kaufvertrag, mit dem die Rhön Klinikum AG vom Land Hessen 95 Prozent des Uni-Klinikums Gießen und Marburg erwarb, ist festgehalten, dass die „Kopf-Klinik“ auf den Lahnbergen bis spätestens Ende 2010 bezugsfertig sein muss. Der erste Bauabschnitt des Uni-Klinikums, der zu einer Verlagerung eines Großteils der Kliniken vom Lahntal auf die Lahnberge führte, war im Jahr 1984 beendet.

Erst anderthalb Jahrzehnte später folgte der von vielen Medizinern der Universität geforderte zweite Bauabschnitt des Uni-Klinikums, für den die Grundsteinlegung im Jahr 2001 erfolgte. Einige Jahre später kam es zum Umzug von Frauen- und Kinderklinik in das neu geschaffene Mutter-Kind-Zentrum auf den Lahnbergen.

von Manfred Hitzeroth

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