Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° Regen

Navigation:
Eine exotische Reise in die Welt des Mythischen

Spektakuläre Ausstelung Eine exotische Reise in die Welt des Mythischen

Exotik gepaart mit Mythen, der Reiz der Ferne, des Unbekannten. Die Marburgerin Constanze Dupont nimmt ihre Gäste mit auf eine Reise ans andere Ende der Welt.

Voriger Artikel
Musikalische Unterstützung für Krebspatienten
Nächster Artikel
Schlusslicht bei den Milchpreisen

Hat die ersten exotischen Exponate sind schon aufgehangen: Ausstellungsleiterin Constanze Dupont.

Quelle: Carsten Bergmann

Marburg. 28 Jahre ist die Marburgerin jung. Die Kultur, die sie fasziniert, viele Hundert Jahre. Die Ethnologin hat mit viel Mühe und Aufwand eine einmalige Ausstellung der Völkerkundlichen Sammlung auf die Beine gestellt. Mythen, Macht und Maskerade - so lautet der Titel.

Constanze Dupont zeigt die Welt der Männer aus Neuguinea und welche Bedeutung Körperschmuck in diesen Kulturen hat. Federn und Fotos, Muscheln und Masken - die Marburgerin hat mehr als 60 Exponate zusammengestellt, die jedes für sich eine ganz eigene Geschichte erzählt. Einen eigenen Mythos umgibt. Weg von Klischees und Vorurteilen, die mit dem Gedanken an den Pazifik-Staat einhergehen.

„Schnell kommt der Gedanke des primitiven Menschen auf, der Kannibale, unkultiviert, wie aus der Steinzeit.“ Mit der Realität, den Kulturen und der Mentalität der Einwohner habe das rein gar nichts zu tun. Constanze Dupont hat Neuguinea noch nie vor Ort erlebt. Die Geschichten, die die zahlreichen Ethnologen aus aller Welt über die zweitgrößte Insel des Erdballs berichten, haben die Wissenschaftlerin aber sofort in ihren Bann gezogen. Die Kultur, die Denkweisen, die Traditionen - für die 28-Jährige eine Begegnung mit einer anderen Welt. Jedes Mal aufs Neue.

In der Ausstellung hebt sie vor allem die unterschiedliche Rollenverteilung von Mann und Frau in Neuguinea hervor. Denn: Der Schmuck des Mannes ist in Ozeanien weit mehr als nur eine Zier. Es ist Statussymbol. „Trägt ein Mann die Feder des Paradiesvogels, dann zeigt er der Frau sein Interesse. Das ist wie ein Balzverhalten“, sagt Constanze Dupont. Anders ist es, wenn die Kasuar-Feder das Haupt verziert. Dies ist das Zeichen, dass der Mann die Frau besiegt hat, in der Folge über ihr steht. Das Geheimnis steckt im Detail. „Diese Kultur ist faszinierend. Für mich ist das Leidenschaft, Neugierde, Herzblut.“

Wie bedeutend die Ausstellung ist, zeigt die Gästeliste der Eröffnung am 25. April. Die auf dem Gebiet renommierte Ethnologin Eva Raabe vom Museum der Weltkulturen in Frankfurt wird um 19 Uhr mit einem bildlichen Spaziergang durch Neuguinea eröffnen. Zudem wird zum ersten Mal überhaupt ein Katalog begleitend zur Ausstellung angeboten. Bis zum 20. Dezember sind die Exponate in den Räumen der Kultur- und Sozialanthropologie der Philipps-Universität zu sehen. Constanze Dupont hofft, auch viele Schüler für die Veranstaltung gewinnen und begeistern zu können. Sie selbst bietet Führungen an, der Eintritt ist frei.

von Carsten Bergmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr