Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 6 ° Regenschauer

Navigation:
Eine bewusste Entscheidung für die Zukunft

"News to Use" Eine bewusste Entscheidung für die Zukunft

Die Ziele sind klar: bessere Allgemeinbildung und qualifizierte Mitarbeiter. Ein Mittel liegt für Pharmaserv in der täglichen Zeitungslektüre, die das Unternehmen seinen Azubis in Zukunft ermöglicht.

Voriger Artikel
Heute gegen Hellas - Auf Kurs Halbfinalos
Nächster Artikel
„Jugendarbeit muss gefördert werden“

Der Geschäftsführer der Personalabteilung bei Pharmaserv,
Stefan Waldschmidt zusammen mit der angehenden Industriekauffrau Lorena Becker. Foto: Dennis Siepmann

Marburg. Im OP-Gespräch berichtet Stefan Waldschmidt, Geschäftsleitung Personal bei Pharmaserv, über die Beweggründe des Unternehmens an dem Zeitungsprojekt des Verbands der Hessischen Zeitungsverleger (VHZV) teilzunehmen.

OP: Welche Motivation haben Sie, bei der Aktion „News to use“ teilzunehmen?

Stefan Waldschmidt: Ausbildung spielt in unserem Unternehmen eine herausgestellte Rolle. Dabei geht es um den ersten Schritt in die Berufswelt - nicht nur an Jahren ausgedrückt - sondern auch an persönlicher Reife und persönlicher Entwicklung. Wir wollen die bei uns bereits sehr qualifizierte Ausbildung weiterhin verbessern und deshalb Dinge tun, die wir bis jetzt noch nicht getan haben. Dazu gehört auch das Projekt „News to use“, das dazu führen soll, unseren Auszubildenden in der ersten Berufsphase zusätzliche Kompetenzen zu vermitteln. Wir versprechen uns dadurch einen zusätzlichen positiven Anstupser für die gesamtheitliche Entwicklung unserer Auszubildenden. Also Kompetenzaufbau über die Anforderungen der jeweiligen Berufsbilder hinaus. Das bedeutet, Zusammenhänge besser zu verstehen und anschließend wiedergeben zu können.

OP: Welche Ergebnisse versprechen Sie sich für das Unternehmen von der Teilnahme?

Waldschmidt: Bei unseren Kunden am Standort Behringwerke wie auch überregional genießen wir eine hohe Wertschätzung für die Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen. Ermöglicht wird dies ganz wesentlich durch die persönlichen und fachlichen Kompetenzen sowie die hohe Serviceorientierung unserer Mitarbeiter, in welche wir seit Jahren nachhaltig investieren. Wir haben allerdings festgestellt, dass wir gerade in der heimischen Region noch nicht wirklich als durchaus attraktiver Arbeitgeber - auch für Berufsstarter - wahrgenommen werden. Daher versprechen wir uns neben einigen anderen Maßnahmen auch durch die Teilnahme an diesem Projekt eine Steigerung des Bekanntheitsgrades und daraus resultierend das Interesse an einer Mitarbeit bei uns.

OP: Welche Tendenzen beobachten Sie bei eingehenden Bewerbungen, und wie versuchen Sie eventuelle Missstände anzugehen?

Waldschmidt: Bezogen auf die Berufsausbildung verzeichnen leider auch wir eine rückläufige Qualifikation bei einem Großteil der Bewerber. Uns war es aber zu einfach, lediglich zu konstatieren, dass es so ist. Wir suchen auch keinen Schuldigen für diese Entwicklung. Wir versuchen die Dinge, die möglicherweise in der Schule zu kurz gekommen sind, durch eigenes Engagement und eine angereicherte Berufsausbildung zu kompensieren und zu komplementieren.

OP: Wie wichtig ist der regio­nale Aspekt, den die Oberhessische Presse transportiert?

Waldschmidt: Wir sind ein Unternehmen, das überwiegend in Marburg tätig ist und deshalb sehr daran interessiert, was die Stadt bewegt. Der persönliche Bezug zur Region ist dadurch gegeben, dass wir etwa 85 Prozent unserer Mitarbeiter aus einem Radius von 30 Kilometern rund um Marburg rekrutieren. Darüber hinaus ist es auch bezogen auf das Azubi-Projekt wichtig, den Fokus auch auf das Überregionale zu richten, um die Zusammenhänge, die in der Zeitung unter verschiedenen Rubriken stehen, in ihrer Gesamtheit zu verstehen. So lernen unsere Azubis auch die Bedeutung und Auswirkungen von globalen Trends für unsere Region kennen oder auch Zusammenhänge von Themen, die auf den ersten Blick unabhängig voneinander sind. Das hat starke Parallelen zum Alltag in unserem Unternehmen, daher sind wir sehr gespannt, was in diesem Jahr passieren wird.

Das Gespräch führte Dennis Siepmann

Hintergrund:

Die Ziele für die Azubis:

- Förderung der Allgemeinbildung durch tägliches Zeitunglesen.

- Training der Lesekompetenz.

- Entwicklung eines Verständnisses für komplexe Sachverhalte und schwierige Zusammenhänge.

Ablauf des Projekts:

- Das Projekt startet mit einer Auftaktveranstaltung und Druckereibesichtigung.

- Die Azubis erhalten täglich die Zeitung nach Hause oder an den Arbeitsplatz.

- Jeder Azubi nimmt an regelmäßigen Wissenstests teil und bekommt dazu einen eigenen Zugang auf der Webseite des Projekts,. Dort werden die Fragen zu aktuellen Themen aus Wirtschaft, Politik und Kultur beantwortet.

- Die Dauer beträgt zwölf Monate.

Anmeldung:

Für das am 1. August beginnende Ausbildungsjahr können sich interessierte Betriebe ab sofort melden. Weitere Informationen zu „News to use“ erteilt Franziska Wagner unter: 06421 / 409 - 104.

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr