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„Eine besondere Wertschätzung“

Neujahrsempfang „Eine besondere Wertschätzung“

Nach dem ersten Neujahrsempfang der Stadt im umgebauten Erwin-Piscator-Haus fordern CDU und FDP, die Veranstaltung künftig wieder in der Halle der Kaufmännischen Schulen stattfinden zu lassen.

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1 000 Menschen kamen zum Neujahrsempfang der Stadt Marburg – zu wenig, meinen CDU und FDP/MBL.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. „Der Magistrat wird aufgefordert, den Neujahrsempfang der Universitätsstadt Marburg ab 2018 wieder in die Sporthalle der Kaufmännischen Schulen in Ockershausen zu verlegen“, heißt es im Antragstext von CDU und FDP/MBL, der der OP vorliegt. Der Antrag soll in der Februar-Sitzung des Parlaments beraten werden.

Der Neujahrsempfang 2017 hatte am vergangenen Samstag erstmals nach dreijähriger Umbaupause wieder in der Stadthalle stattgefunden. Knapp 1 000 Gäste waren dazu eingeladen – in den Jahren 2014 bis 2016 waren es etwa 1 300 meist ehrenamtlich engagierte Menschen, die in die Sporthalle der Kaufmännischen Schulen gekommen waren.

„Viele der eingeladenen Gäste­ empfinden eine Einladung zum Neujahrsempfang der Stadt als besondere Wertschätzung ihrer­ Arbeit“, schreiben CDU und FDP/MBL in der Begründung ihres Antrags. Sie bedauern, dass die Stadt etwa ein Drittel weniger Gäste einladen konnte. Es dürfe in Zukunft keine ­Abstriche bei der Einladung der Gäste geben.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) denkt aber nicht an eine Rückverlegung des Neujahrsempfangs in die Halle­ der Kaufmännischen Schulen. „Der Neujahrsempfang gehört selbstverständlich ins Haus der Stadtgesellschaft, also in das neue Erwin-Piscator-Haus“, sagt das Stadtoberhaupt. Es sei auch in den vergangenen Jahren nicht so gewesen, dass alle­ kommen konnten, die hätten kommen wollen. Die Stadt müsse natürlich auswählen. So seien aufgrund der kleineren­ Kapa­zität der Stadthalle beispielsweise nicht alle Mitglieder von Ortsbeiräten eingeladen gewesen. „Wir müssen unsere ­engagierten Bürger reihum einladen, aber das war schon immer so“, sagte Spies der OP. ­

Gegen die Rückverlegung führt er vor allem auch finanzielle­ Gründe ins Feld. Allein der Aufbau einer Bühne in der Halle­ der Kaufmännischen Schule koste „einen erheblichen fünfstelligen Betrag.“ Der fällt in der Stadthalle nicht an, weil die natürlich über eine Bühne verfügt.

„Wer wäre in der Lage, den Nutzen oder den Stellenwert ehrenamtlicher Arbeit zu bewerten?“, fragen dagegen die Antragsteller, „wer könnte abwägen, wer eingeladen wird und wer nicht?“ Die Wertschätzung, die durch eine Einladung zu dem Empfang ausgedrückt wird, solle allen­ zuteil werden, „die sich für das Wohl der Bürgerinnen und ­Bürger einsetzen.“

von Till Conrad

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