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Eine ausgezeichnete Modell-Idee

Professorin Ilka Agricola erhält Preis Eine ausgezeichnete Modell-Idee

Der „Ars legendi“-Fakultätenpreis für die Marburger Mathematik-Professorin Ilka Agricola ist mit 5000 Euro dotiert.

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Mathematik-Professorin Ilka Agricola bedient einen Pantografen, mit dessen Hilfe man Zeichnungen oder Landkarten vergrößern oder verkleinern kann. Es ist ein Modell aus der Mathematischen Modellsammlung der Universität.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Großer Erfolg für Professorin Ilka Agricola von der Philipps-Universität Marburg: In der Kategorie „Mathematik“ erhielt sie den Ars legendi-Fakultätenpreis für die Einbindung von Exponaten der Mathematischen Modellsammlung der Philipps-Universität in ihren Unterricht. Das teilte jetzt die Marburger Uni-Pressestelle 
mit.

„Mit mathematischen Modellen lassen sich abstrakte Gegenstände der Mathematik sehr eingängig erklären. Ich freue mich daher sehr, dass die Einbindung dieser Modelle in die universitäre Lehre nicht nur bei meinen Studierenden sehr beliebt ist, sondern nun auch durch den Preis weitere Beachtung erhält“, sagt die Preisträgerin Professorin Agricola.

Die Auszeichnung vergeben der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft gemeinsam mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, der Deutschen Physikalischen Gesellschaft und dem Verband für Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin.

Insgesamt wurden vier Lehrkonzepte prämiert. Dotiert ist die Auszeichnung, die jetzt in diesen Kategorien zum dritten Mal vergeben wurde, mit je 5000 Euro. Verliehen wird der Preis am 5. April bei einem Festakt in Frankfurt.

Und das ist die Begründung der zehnköpfigen Fachjury: „Die Dozentin und Dekanin hat die lange Zeit in Vergessenheit geratene Mathematische Modellsammlung wiederbelebt und setzt die Modelle aktiv und sehr erfolgreich in mathematischen Vorlesungen und Seminaren ein. Die Verwendung der Modellsammlung macht Mathematik (be)-greifbar und ermöglicht den Studierenden einen erlebbaren Zugang zum Fach“.

Historische Lehrmittel
 und Instrumente

Mit dem Ars legendi-Fakultätenpreis in Mathematik und den Naturwissenschaften werden Wissenschaftler für herausragende, innovative und beispielgebende Leistungen in Lehre, Beratung und Betreuung ausgezeichnet.

Die Mathematische Modellsammlung des Fachbereichs Mathematik und Informatik der Philipps-Universität Marburg versammelt historische Lehrmittel und Instrumente aus dem 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Der Bestand umfasst mathematische Modelle aus unterschiedlichen Zeiten und Materialien sowie historische Integrier- und Vermessungsgeräte.

Mit diesen Modellen und Geräten lassen sich für die Hochschullehre auch ganz praktische und alltägliche Fragen beantworten. Zum Beispiel können Studierende daran lernen, wie ein Rechenschieber funktioniert, welche Symmetrien platonische Körper haben oder ob Salami-Scheiben perfekte Ellipsen sind.

Ilka Agricola hat die Mathematische Modellsammlung im Jahr 2008 übernommen und sie für Forschung und Lehre wieder nutzbar gemacht. Auch der Bestand der Sammlung wächst seitdem wieder.
Er umfasst spezielle mathematische Sammlungsstücke vom Affensattel bis zum Storchenschnabel. Die Preisträgerin wurde 1973 in Den Haag (Holland) geboren. Sie ist seit 2008 Professorin für Globale Analysis in Marburg und seit November 2014 Dekanin des Fachbereichs Mathematik und Informatik der Philipps-Universität Marburg.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen Differentialgeometrie, globale Analysis und mathematische Physik. Agricola 
ist Chef-Herausgeberin der Fachzeitschrift „Annals of Global Analysis and Geometry“ und Autorin mehrerer Lehrbücher für Studierende.

von Manfred Hitzeroth

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