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„Eine Schule für alle“

Neue Leiterin der Erich-Kästner-Schule „Eine Schule für alle“

Astrid Schiller folgt auf Hans Joachim Rech, der 25 Jahre lang Direktor der Erich-Kästner-Schule war.

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Astrid Schiller (links) erhält von Schulamtsdirektorin Jutta Wagner ihre Urkunde zur offiziellen Amtsübergabe an der Cappeler Erich-Kästner-Schule.

Quelle: Marcus Hergenhan

Cappel. „Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“ Mit diesen Worten Erich Kästners leitete Schulamtsdirektorin Jutta Wagner die offizielle Einsetzung von Astrid Schiller als Schulleiterin jener Grundschule ein, die den Namen des berühmten Schriftstellers trägt.

Darüber hinaus lobte Wagner den enormen Fleiß, Ehrgeiz und die Vielseitigkeit Schillers, die nach ihrem Abitur 1989 zunächst Psychologie studiert hatte und in diesem Bereich bis 1999 forschte, unter anderem im Bereich der Hochbegabtenförderung. Anschließend studierte Schiller Kunst, evangelische Religion und Deutsch im Grundschullehramt und übernahm bis kurz vor ihrem Wechsel an die Erich-Kästner Schule Cappel den Posten der Konrektorin an der Sophie-von-Brabant-Schule Marburg.

„Sie unterrichtet, sitzt in ihrem Büro und telefoniert ganz viel"

Für die Übergabe hatten die Schüler im großen Saal des Cappeler Bürgerhauses ein buntes Programm mit Musik und Tanz ausgearbeitet, um ihre neue Direktorin würdig zu empfangen. Bislang war Schiller sozusagen nur halboffiziell als Vertretung für den pensionierten Hans Joachim Rech tätig gewesen.

Befragt über die Tätigkeiten Schillers in dieser Zeit, gab Schulsprecherin Charlotte ein klares, knappes Urteil aus Kindersicht: „Sie unterrichtet, sitzt in ihrem Büro und telefoniert ganz viel.“

Auch Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach (SPD) gratulierte der neuen Direktorin zum offiziellen Amtsantritt. „Sie treten in große Fußstapfen, immerhin hatte ihr Vorgänger Rech den Posten 25 Jahre inne und die Schule in dieser Zeit entscheidend geprägt,“ sagte Weinbach. Die Erich-Kästner-Schule in Cappel hat neben den rund 200 Grundschülern auch einen gut ausgebauten Zweig als Förderschule, der Menschen mit Behinderungen zum Hauptschulabschluss verhilft. „Wir hatten bislang immer etwa 80 Schüler in diesem Bereich, seit sich das durch die Inklusion verteilt, reduziert sich die Anzahl auf derzeit 25,“ erklärte Schiller.

In diesem Sinne entstand auch das große Plakat zur Veranstaltung, das sich aus unterschiedlich großen und farbigen Fischen zusammensetzte, die zusammen einen großen Fisch darstellten unter dem Motto: „Eine Schule für alle - Alle für eine Schule!“

von Marcus Hergenhan

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