Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
Eine Schnitzeljagd durch die Oberstadt

Stadtrallye für Erstsemester-Studenten Eine Schnitzeljagd durch die Oberstadt

Mit Rätselraten, Wettrennen, per Schnitzeljagd lernen die frischgebackenen Erstsemester derzeit Marburg kennen. Bei der Stadtrallye der Juristen am Dienstag war auch das ein oder andere Glas Bier nicht tabu.

Voriger Artikel
Die Freude am Christsein
Nächster Artikel
Folteropfer klagt die Täter an

Mit jeder Menge Spaß und diversen Spielen erkundete am Dienstag der Nachwuchs der Rechtswissenschaften die Marburger Innenstadt.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Hoch her ging es am Dienstag in der Marburger Innenstadt, die von einem ganzen Schwarm Erstsemester ausgiebig erkundet wurde. Seit Dienstag veranstalten die Fachschaften der Universität die traditionellen Stadtrallyes für die Neuzugänge an der Universität.

Die flächendeckenden Schnitzeljagden gehören fest ins Programm der Einführungswoche, in der die Erstis nicht nur ihre Stadt, sondern auch einander kennenlernen sollen. An verschiedenen Stationen im Stadtgebiet, welche die jungen Neubürger erst einmal finden müssen, gilt es, bestimmte Aufgaben zu erledigen. Unter anderem startete am Dienstagvormittag die Rallye der Juristen – die Fachschaft hatte sich allerhand für ihren Nachwuchs, etwa 400 Erstsemester, einfallen lassen.

Juristen prüfen Vorwissen ihrer Neulinge

Gruppenweise zogen die Neuzugänge, begleitet von erfahrenen Mit-Studenten, durch die Innenstadt von Station zu Station. Neben Mensa, Lahnterrassen und Bootsverleih zog es die Studienanfänger in den Botanischen Garten, zum Rudolphsplatz und in Richtung Marbach. Bei jedem Stopp warteten Gemeinschaftsaufgaben und Spiele auf die Gruppen, die im freundschaftlichen Wettstreit gegeneinander antraten, dabei gewisse Fähigkeiten unter Beweis zu stellen hatten. Beim Tabu-Spiel galt es, Einfallsreichtum und Kommunikationsfähigkeit zu prüfen, Schnelligkeit war wiederum beim Wettlaufen gefragt, nicht ohne vorher ein Glas Bier auf Ex zu kippen.

Ihr Rechtsverständnis und Vorwissen hatten die angehenden Juristen beim Paragrafen-Raten zu beweisen, bei dem sie zwischen richtigen und falschen Gesetzestexten unterscheiden mussten. „Das hat richtig Spaß gemacht, eine gute Übung“, berichtete Studentin Vivian Zimmermann lachend. Die 22-Jährige kennt sich bereits gut aus in der Stadt, studiert seit drei Jahren Wirtschaft und widmet sich nun den Rechtswissenschaften. Marburg hält sie dafür für eine sehr gute Wahl: Ihr fiel auf, dass gerade an der Philipps Universität, trotz niedrigem Numerus Clausus, die Examensnoten im Fach Jura auffallend gut seien – „das sagt viel aus für Marburg, die Stadt hat einen guten Ruf“.

Übungen in 
Überredungskunst

An der vorletzten Station am Marktplatz übten sich die Studienanfänger auch gleich schon einmal in der Überredungskunst und versuchten, zahlreiche mitgebrachte Dosen Haarspray bei Geschäften und Passanten in andere nützliche Gegenständen einzutauschen.

Für gute Stimmung und warme Bäuche bei den herbstlichen Temperaturen sorgte bereits zwischendurch der ein oder andere Schnaps am Mittag – den Alkoholkonsum ausufern lassen wollen die Organisatoren aber nicht.

Die Leute sollen natürlich Spaß haben, sich aber vor allem kennenlernen, Zusammenhalt finden und nicht einfach verloren durchs Studium irren“, erklärte Teamer Alexander John, der seine Gruppe stundenlang durch die Stadt führte. Seit zwei Jahren bemühen sich Universität, Fachschaften, Stadt und das Projekt „Einsicht – Marburg gegen Gewalt“ gegen übermäßigen Alkoholkonsum während der Einführungswoche zu sensibilisieren. So einige Erstsemester sind erst in dieser Woche richtig in der Stadt angekommen, viel Zeit zum Einrichten bleibt da nicht.

An der Einführungswoche nahmen dennoch die meisten teil, so wie Pascal Kloose aus Wiesbaden. Wie viele seiner Kommilitonen entschied sich der 20-Jährige für einen Studienort, der „nicht zu nah aber auch nicht zu weit weg“ von der Heimat liegt. „Marburg gefällt mir gut, ist eine tolle Studentenstadt“, lobte er.

Gemeinsam mit den neuen Mit-Studenten erkundeten die Gruppen ausgiebig die Innenstadt, am Landgrafenschloss endete die große Schnitzeljagd fürs Erste.
Andere Fachbereiche starten 
am diesen Mittwoch die 
große Stadtrallye und schicken 
ihren Nachwuchs erneut durch die Straßen.

von Ina Tannert

 Gruppenweise streifen derzeit zahlreiche Erstsemester durch die Stadt, so wie am Dienstag der Nachwuchs der Rechtswissenschaften. Foto: Ina Tannert
 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr