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Eine Party von Hof zu Hof

Weidenhäuser Höfefest Eine Party von Hof zu Hof

Einmal im Jahr öffnen die Anwohner und Gewerbetreibenden des Dorfes in der Stadt ihre Tore und laden ganz Marburg ein.

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Im „Hof Schott“ – dort spielte die Band „Green Garden“ – herrschte am frühen Abend großer Andrang.

Quelle: Michael Hoffsteter

Marburg. Den Sommer hatten die meisten wohl schon abgeschrieben, umso erfreulicher war es da, dass ausgerechnet zum 11. Weidenhäuser Höfefest noch einmal hochsommerliche Temperaturen herrschten. „Wenn Engel feiern, scheint die Sonne“, scherzte Bürgermeister Dr. Franz Kahle bei der Eröffnung im Shambala-Zentrum. Er freue sich, dass hier dieses Jahr Geschichte weitergeschrieben würde.

Höfefest Weidenhausen - Ufercafe - 06.September 2014

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Der besondere Charme sei weit über die Grenzen Weidenhausens bekannt, so Kahle. Denn einmal im Jahr öffnen die Weidenhäuser ihre kleinen und großen Hinterhöfe und laden ein zum gemütlichen Beisammensein, Kaffee und Kuchen, veranstalten Kunstausstellungen oder Konzerte.

Und die Einladung nahmen die Gäste auch diesmal wieder dankend an. Vor allem gegen Abend, als die Sonne langsam unterging, waren die Höfe voll und es erklangen die unterschiedlichsten Töne aus den Höfen.

Besucherstau in den Gassen

Nach einem Streifzug über den traditionellen Flohmarkt „Auf dem Wehr 9+11“ zu Beginn des Höfefestes konnten sich die Eltern bei Kaffee und Kuchen stärken, während sich die Kinder beim Ytong-Steinsägen am Shambala-Zentrum ausprobierten, einem besonders weichen Kalkstein. Ganz mutige Kinder schauten sich die spannenden Theaterstücke auf der „Blauen Bühne“ mit Kasperle und seinen Freunden an.

Weiter ging es durch die engen Gassen Weidenhausens, durch die manchmal kaum alle Besucher auf einmal passten, durch den Hinterhof und die Kunstgalerie von Annegrete Henke-Reinarz und Anno Matthias Henke, auf die Weidenhäuser Straße, rein in den nächsten Hinterhof.

Musikalisch kam wohl fast jeder auf seine Kosten, von sanften Gitarrensongs, etwa von Male Fjord in Schneider’s Höfen, bei der JazzCombo Hinterland oder etwas rockigere Töne von der Country-Rockband Hick Chick Acoustic Duo im Shambala-Zentrum, der Coverband Green Garden im Hof Schott, bei der Rockband Rauschgold an der Lahn, oder der Garagenpunkrockband Angelo and the Angels auf dem Ponyhof, um nur einige der Bands zu nennen.

Hungrig geworden von den Konzerten musste man nur dem Geruch von Crêpe, Chili oder Curry folgen und kam auf seine Kosten. Nicht selten waren auf den Straßen Sätze wie „Schön, dich mal wieder zu sehen“ und „Dich habe ich ja schon lang nicht mehr gesehen“ zu hören, denn das Höfefest schafft, was viele Terminkalender nicht zulassen: alte Bekannte wiedertreffen.

Bis spät in den Abend, noch lang nach dem die Bands ihre Instrumente weggelegt hatten, feierten die Gäste weiter, denn das Weidenhäuser Höfefest gibt es nur einmal im Jahr.

von Lisa-Martina Klein

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