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Eine Motivation für den fairen Handel

Stadt stellt Einkaufsführer vor Eine Motivation für den fairen Handel

Ein „fairer Einkaufsführer“ soll die Verbraucher anregen, sich mehr über fair gehandelte Produkte zu informieren.

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Anna Kahl (von links), Thomas Jusek, Andrea Heinz, Dr. Franz Kahle, Agnes Lauer und Jochen Friedrich haben zusammen an der Umsetzung des fairen Stadtplans gearbeitet.

Quelle: Rike Werner

Marburg. „Draußen beginnt die Weihnachtszeit, das ist ein guter Zeitpunkt, um sich über den fairen Handel zu unterhalten.“ Mit diesen Worten eröffnete Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne) die Vorstellung des ersten fairen Stadtplans von Marburg, der den Titel „Fairkaufen, Fairspeisen, Fairkleiden“ trägt.

Der Einkaufsführer soll es den Verbrauchern erleichtern, faire Produkte zu kaufen. Er bietet eine Übersicht über fair gehandelte Produkte in Einzelhandel, Gastronomie und Supermärkten von Marburg. Weiterhin enthält die Broschüre generelle Informationen über fairen Handel.

Wichtige Aspekte von fairem Handel sind hauptsächlich sozialverträgliche Arbeitsbedingungen, die Rücksicht auf Ökologie und Umwelt sowie eine faire Bezahlung der Arbeiter. „Für faire Standards muss es eine weltweite Übereinstimmung geben, dafür müssen wir werben“, sagt Kahle. Der Bürgermeister erklärt, dass es für Verbraucher auch wichtig sei, eine wesentliche Kennzeichnung in Form einer Zertifizierung zu haben, da ein weltweiter Handel sonst nicht möglich sei.

Aus kleinem Faltblatt wird dicke Broschüre

„Wir versuchen in Marburg, verschiedene Bereiche auf fairen Handel umzustellen“, sagt er. Gemeinsam mit fünf Mitgliedern der „Marburger Steuerungsgruppe fairer Handel“, die an der Umsetzung des fairen Stadtplans gearbeitet haben, stellte er den Plan vor.

Der Plan war eine Initiative der Steuerungsgruppe, ursprünglich sollte er als kleines Faltblatt aufgelegt werden. Obwohl im Endeffekt eine gut gefüllte Broschüre daraus wurde, ist sie nicht vollständig. „Wir wollen alle Geschäfte auflisten, die mindestens ein fair gehandeltes Produkt im Sortiment haben. Aber nicht alle Läden, die wir angeschrieben haben, antworteten uns“, erklärt Anna Kahl vom Marburger Weltladen, die Mitglied der Steuergruppe ist.

Geschäfte, die noch teilnehmen möchten, haben dazu weiterhin die Möglichkeit. „Ich glaube, dieser Planer ist so hochwertig, dass jeder stolz sein kann, der daran teilnimmt“, äußert sich Jochen Friedrich vom städtischen Fachdienst Umwelt, fairer Handel und Abfallwirtschaft. Der Stadtplan ist als langfristiges Projekt geplant.

Aktuell sollen mehr Läden dazugewonnen werden. Das Engagement für fairen Handel in Marburg ist groß, für das weitläufige Sortiment an Fairtrade-Produkten wurde die Stadt 2009 zur Hauptstadt des fairen Handels ernannt. „Ich bin stolz darauf in einer Stadt zu leben, die fairen Handel unterstützt“, sagt Anna Kahl.

Per Internet ist die Broschüre ebenfalls abrufbar, unter www.marburg.de/leben-in-marburg/umwelt-klima/fairer-handel/

von Rike Werner

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