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Einblicke in den Universitätskarzer

Ausstellung Einblicke in den Universitätskarzer

Im Foyer des Marburger Kunstvereins wird am 12. Februar um 15 Uhr die Ausstellung „Der Marburger Universitätskarzer 1879 bis 1931“ eröffnet.

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So mancher Student, der im Karzer zur Strafe einsitzen musste, hat sich an den dortigen Wänden verewigt.

Quelle: Heike Heuser

Marburg. In Zusammenarbeit mit dem Universitätsarchiv hat Dr. Norbert Nail vom Institut für Germanistische Sprachwissenschaft eine Ausstellung zur Geschichte des Marburger Karzers und seiner zeitweiligen Bewohner zusammengestellt. Erinnert wird an einen kleinen, fast vergessenen Raum in der Alten Universität am Lahntor, der zurzeit nicht öffentlich zugänglich ist.

Der Karzer ist das ehemalige akademische Gefängnis, das zwischen 1879 und 1931 benutzt wurde und ein Relikt in der hessischen Universitätslandschaft ist. Bis zu 14 Tagen konnte das Universitätsgericht einen in seinen Augen negativ auffällig gewordenen Studenten in dem Karzer „inhaftieren“. Einst in die Wohnung des Kastellans integriert, der zugleich der Wärter „inkarzerierter“ Studenten war, befindet sich der Raum heute innerhalb der kürzlich renovierten ehemaligen Hausmeister-Wohnung der Alten Universität.

Die ausgestellten Fotos stammen aus dem Fundus von Heike Heuser, dem Bildarchiv „Foto Marburg“, Dr. Norbert Nail und dem Marburger Universitätsarchiv. Die Ausstellung ist bis zum 10. April jeweils dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr und mittwochs von 11 bis 20 Uhr im Foyer des Kunstvereins am Gerhard Jahn-Platz bei freiem Eintritt zu sehen.

von Sonja Lecher

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