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Ein unerwarteter Besuch steht bevor

Danke fürs Ehrenamt Ein unerwarteter Besuch steht bevor

Zwei Frauen und drei Männer aus dem Kreis wissen noch nicht, dass sie bald für ihren ehrenamtlichen Einsatz belohnt werden. Der Verein zur Förderung des Ehrenamts hat sie aus 36 Kandidaten ausgewählt.

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Die Jurymitglieder – bestehend aus dem Vorstand des Vereins zur Förderung des Ehrenamts – schauten sich die 36 Zuschriften an und diskutierten so lange, bis sie fünf Frauen und Männer ausgewählt hatten. Mit dabei waren (von links) Geschäftsführer Reinhold Beck, zweite Vorsitzende Franziska Sack, Andreas Wittmann, Kathryn Leppert und Vorsitzender Dirk Röder.

Quelle: Privatfoto

Marburg. „Das war keine leichte Wahl“, sagt Reinhold Beck, Geschäftsführer des Vereins zur Förderung des Ehrenamts in Marburg-Biedenkopf. Am vergangenen Samstag tagte die fünfköpfige Jury, bestehend aus den Vorstandsmitgliedern des Vereins, und beriet über 36 Vorschläge. Menschen aus dem gesamten Landkreis hatten diese, auf den Aufruf des Vereins hin, in den vergangenen Wochen zugesandt.

In den Bewerbungen stellten sie Menschen vor, die unentgeltlich für andere da sind, in der Nachbarschaftshilfe beispielsweise, im Verein oder in Organisationen, die sich um Kranke und Bedürftige kümmern. „Wir haben von vielen tollen Menschen gehört und gelesen – sie alle haben Dank verdient, aber schließlich galt es für uns, fünf davon auszuwählen“, berichtet Beck und spricht über die Vorgehensweise: Die Jury beriet und sortierte so lange, bis noch fünf Kandidaten übrig waren – und diese fünf bekommen demnächst Besuch.

Ein Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz

„Uns kommt es darauf an, einfach einmal Danke zu sagen – stellvertretend für alle, die vom ehrenamtlichen Einsatz dieser Menschen profitieren.“ Wie das dann aussieht: Reinhold Beck als Geschäftsführer des Fördervereins hat die ehrenvolle Aufgabe, auf einen Überraschungsbesuch vorbeizukommen. Mit Blumen und herzlichen Worten des Dankes.

Eingefädelt wird dies von den Menschen, die die Ehrenamtlichen für die Aktion vorgeschlagen haben. „Wir werden Ehrenamtler treffen, die Beachtliches leisten – da gibt es welche, die schon seit 40 Jahren unermüdlich für andere da sind und dabei zumeist im Hintergrund bleiben“, verrät er schon jetzt.

Mehr über diese Menschen wird im Dezember in der Oberhessischen Presse zu lesen sein – sie begleitet die Aktion „Danke fürs Ehrenamt“ und berichtet in Porträts über die engagierten Männer und Frauen. Und darüber, wie sie auf den Überraschungsbesuch mit Blumenstrauß reagieren.

Am 5. Dezember ist Tag des Ehrenamts

Die Kampage läuft im Vorfeld des Internationalen Tags des Ehrenamts, der alljährlich am 5. Dezember begangen wird. Die Vereinten Nationen haben diesen Tag vor 30 Jahren ausgerufen – Fördervereine wie der hiesige begehen diesen Tag, um auf die ehrenamtliche Arbeit hinzuweisen und sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit zu rücken.

Im vergangenen Jahr legte der Förderverein die Kampage „Danke fürs Ehrenamt“ erstmals auf. Aufgrund des großen Erfolgs mit damals 44 Zuschriften startete er in diesem Jahr einen zweiten Durchlauf. Bei diesem stellvertretenden Dankeschön, das allen Ehrenamtlichen gebührt, sollte es nicht bleiben, meint Reinhold Beck und regt dazu an, einmal nachzudenken: „Wovon profitieren meine Kinder? Wo kommt uns allwöchentlich ehrenamtlicher Einsatz zugute?“

Beck wünscht sich, dass möglichst viele Leute im Landkreis den Internationalen Tag des Ehrenamts zum Anlass nehmen, um einmal selbst Danke zu sagen. Menschen im Verein beispielsweise, die Turnstunden für die Kinder geben, oder den Nachbarn, die immer wieder einspringen, wenn jemand gebraucht wird. „Überall kommen wir mit dem Ehrenamt in Berührung – und oft machen wir uns gar nicht bewusst, dass dort jemand für uns da ist, der dafür keine Bezahlung bekommt. Das sollte uns zumindest abverlangen, dass wir diesen Einsatz würdigen.“

von Carina Becker

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