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„Ein toller Tag, endlich ist es vorbei“

Abi-Parade „Ein toller Tag, endlich ist es vorbei“

Auf zahlreichen bunt geschmückten Wagen, bestückt mit wummernden Musikanlagen, zogen die bestens gelaunten Abiturienten am Freitagnachmittag durch die Marburger Innenstadt.

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Auf Lastwagen und Anhängern zogen die fröhlichen 1000 Abiturienten durch die Stadt.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Die frischen acht Grad Celsius störten die Feiernden überhaupt nicht. So wie jedes Jahr verteilten sich die Jugendlichen nach dem schriftlichen Abitur auf Wagen, Transportern und Schleppern und zogen lautstark und im Schritttempo durch die Straßen.

 

„Heute ist alles geil“, „uns geht’s super“, „endlich geschafft“ oder kurz „Abi“ tönte es fröhlich von den voll besetzten Wagen. Laut rufend, singend und winkend zelebrierten die Partygäste ausgelassen den erhofften Abschluss ihrer Schulzeit.

„Ein toller Tag, endlich ist es vorbei“, freute sich nicht nur Julia Österle vom Gymnasium Philippinum. „Das Tollste daran ist die Fahrt“, rief auch Jasmin von der Alfred-Wegener-Schule vom Nachbarwagen. Entlang der Straße jubelten die Familien den stolzen Prüflingen zu. „Die Parade finde ich klasse, das haben sie sich verdient“, sagte Nicole Rautäschlein.

Verkehrsteilnehmer hatten sich vorbereitet

Die Mutter begleitete filmend und winkend die Parade und feuerte ihre Tochter auf einem der Wagen an. „Das ist super, wir sind so stolz“, fand auch das Ehepaar Heide und Gernot Haack, das seinen Enkel bejubelte. Auch der Großteil der Passanten stand dem bunten Umzug milde gegenüber, belächelte die johlende Truppe und nahm die Verkehrsbehinderung schulterzuckend in Kauf.

So auch Christoph Isenberg, der im Stadtbus der langen Kolonne hinterherzuckeln musste und froh über seinen momentanen Urlaub war. „Das ist schon okay und grundsätzlich verständlich. Wenn ich arbeiten und länger warten müsste, wäre es aber schon ärgerlich“, sagte der Marburger.

Die meisten Verkehrsteilnehmer hatten sich auf die alljährliche Parade vorbereitet und die Innenstadt so weit es ging umfahren, die Nebenstraßen waren den Nachmittag über stark frequentiert.

Auf zahlreichen bunt geschmückten Wagen, bestückt mit wummernden Musikanlagen, zogen die bestens gelaunten Abiturienten am Freitagnachmittag durch die Marburger Innenstadt.

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Vom Parkplatz des Georg-Gaßmann Stadions aus zog die Kolonne, begleitet von Polizei und Rettungsdienst, über Schwanallee und Wilhelmsplatz durch die Universitätsstraße. Nicht alle Partygäste vertrugen die schaukelnde Tour und pausierten zwischendurch am Straßenrand.

Eine junge Frau, der schlecht geworden war, musste bereits kurz nach Beginn der Fahrt kurzzeitig von den Rettungskräften betreut werden. Was haben die feierwütigen Abiturienten am Abend geplant? „Party machen“, fasste es Jasper Kanitz von der Elisabethschule zusammen. „Einfach zusammen sein und gemeinsam feiern, das ist das Beste“, fand auch Esther Schneider von der Martin-Luther-Schule.

von Ina Tannert

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