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Ein stolzer Blick auf das Gütesiegel

Klinik für Augenheilkunde Ein stolzer Blick auf das Gütesiegel

Eine kleine DIN-A4-Urkunde mit so großer Wirkung: Der TÜV verleiht der Marburger Augenklinik das Gütesiegel für professionelles Qualitätsmanagement zum Wohl der Patienten und Mitarbeiter.

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Tägliche Arbeit im OP: Professor Sekundo operiert mit modernster Technik das Auge eines Patienten. 

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Das Zertifikat bescheinigt die höchsten Qualitätsstandards, die die Klinik von Direktor Professor Walter Sekundo Tag für Tag gewährleistet. Und nicht nur das: Die Urkunde ist ein Beweis für das starke Miteinander der Augenklinik-Belegschaft, die im abgelaufenen Jahr so erfolgreich arbeitete wie nie zuvor. 16000 Behandlungen, über 6000 Operationen am sensiblen Auge - die 60 Mitarbeiter, darunter 20 Ärzte, leisteten Akkordarbeit am Krankenbett. Im Zentrum, betont der sichtlich stolze Klinikdirektor, stehe immer das Wohl des Patienten.

Diese Arbeit auf diesem Niveau zu bewältigen, das sei ohne entsprechendes Qualitäts-Management gar nicht zu leisten. Von der Reinigungskraft bis zum Chefarzt kamen Vertreter zusammen, um gemeinsam an einem Konzept zu arbeiten, die internen Wege und Prozesse zu optimieren. Aus dieser Lenkungsgruppe entstanden Leitlinien für die tägliche Arbeit. „Effizient ist es, viele Patienten in kurzer Zeit zu ihrer Zufriedenheit zu behandeln und gesund nach Hause zu schicken“, sagt Sekundo. Das Zauberwort heißt Prozessoptimierung. Jeder Angestellte kennt die Abläufe in der Klinik, weiß genau, was bei welchen Krankheitsfällen zu erledigen ist. „Das Gesundheitswesen ist ein riesiger Industriezweig. Es gilt, Abläufe zu verfeinern, um das Wohl des Patienten zu garantieren.“ Ohne funktionierende Leitlinien mit klar geregelten Abläufen und Kompetenzen ende die Arbeit bei der Masse an Aufgaben im Chaos, sagt Sekundo.

Für die Augenklinik sind Besuche vom TÜV nichts Neues. Der Operationsbereich erfüllt die hohen Anforderungen in puncto Hygiene und Ergebnisqualität bereits seit 2008 immer wieder erfolgreich. Nun bekommen alle Bereiche der Klinik das hochwertige Zertifikat. Anfänglich hatten die Mitarbeiter ihre Befürchtungen wegen der TÜV-Prüfung. Immerhin galt es für den Erwerb des Siegels für jeden einzelnen eine Menge Aufwand zu betreiben, erzählt Assistenzärztin Sonja Fourier. „Wir haben uns gemeinsam die Aufgaben erarbeitet und sind so im Team noch mehr gewachsen. Die Richtlinien, die wir uns auferlegen, werden von jedem einzelnen gelebt.“

Zusammengefasst sind die Anforderungen in einem Handbuch, in dem sämtliche Prozesse, Vorgaben und Ziele bis ins kleinste Detail dokumentiert sind. Mit der Zertifizierung, so betont Pflegedienstleiter Ruben Müller, sei die Weiterentwicklung aber nicht beendet.

Große Herausforderung durch den Klinik-Umzug

Das Lenkungsteam treffe sich nach wie vor regelmäßig, um das Handbuch weiter zu optimieren. „Die TÜV-Richtlinien sind die strengsten, die es zu erfüllen gilt. Wir hätten auch Geld in die Hand und eine Firma für die Zertifizierung engagieren können. Das wollten wir nicht“, sagt Müller.

Und das Konzept geht auf. Die Arbeit funktioniere „wie aus einem Guss. Das dient zur Vermeidung von Fehlern. Und damit schlussendlich zum zufriedenen Patienten“, sagt der Klinikchef. Das Zertifikat ist also keine Selbstverständlichkeit. Zumal durch den Umzug der Klinik im März 2011 auf die Lahnberge nochmals neue Herausforderungen auf die Klinikleitung zukamen. Neue Strukturen mussten geschaffen werden, Arbeitsabläufe. Zuständigkeiten - die Augenklinik galt es in das große UKGM zu integrieren.

Sekundo: „Und dass wir jetzt das TÜV-Gütesiegel bekommen haben, macht mich umso stolzer.“

von Carsten Bergmann

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