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Ein neues Zentrum für Familien

Kita in Wehrda Ein neues Zentrum für Familien

Die Anlage Unter dem Gedankenspiel in Wehrda trägt seit Donnerstag den Namen Familienzentrum. Das Angebot der Einrichtung wurde erweitert.

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Mitarbeiter, Partner, Träger und Kinder freuen sich über das neue Familienzentrum, darunter Ortsvorsteher Dirk Vaupel (hintere Reihe rechts) Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Mitte, dritter von rechts) Zentrumsleiterin Dr. Mara Meske (dritte von rechts) und Fachdienstleiterin Stefanie Lambrecht (hintere Reihe, links).Foto: Ina Tannert

Marburg. Nicht nur die Kinder, auch Eltern, ganze Familien und alle anderen Stadtteil-Bewohner - sie alle können ab sofort das frisch gebackene „Familienzentrum unter dem Gedankenspiel“ nutzen. Am Donnerstag wurde die Einrichtung offiziell ernannt. Mit dem neuen Namen geht auch ein neuer Anspruch einher, eine erfolgreich geglückte „Weiterentwicklung des Kita-Gedankens“, lobte Bürgermeister Dr. Franz Kahle während der Präsentation des ersten stadteigenen Familienzentrums.

Von nun an gehe es nicht mehr ausschließlich um Betreuung und frühkindliche Bildung. Das Angebot der Einrichtung wurde stark erweitert und richtet sich an alle Familienmitglieder. Die Betreuungsangebote wurden etwa auf alle Phasen der familiären und kindlichen Entwicklung abgestimmt, von der Schwangerschaft bis hin zur Schulzeit, erklärte Einrichtungsleiterin Dr. Mara Meske stolz.

Das umfangreiche Programm beinhaltet regelmäßige Aktivitäten wie etwa Baby- oder Krabbeltreffen, Familienaktionen mit speziellen Elternangeboten, Lesestunden sowie Sport-, Musik- oder Tanzgruppen. Daneben bietet das Zentrum ebenfalls Hilfestellung bei Problemen sowie individuelle Beratung bei Schwierigkeiten und Konflikten innerhalb der Familien. Zurzeit betreut die Einrichtung rund 80 Familien aus dem Stadtteil. Die wechselnden Angebote stehen jedoch, unabhängig von einem Kindergartenbesuch, allen Bewohnern von Wehrda zur Verfügung.

Ein zentrales Anliegen des Projekts ist dabei eine gemeinschaftliche Vernetzung aller Akteure, um eine „ganzheitliche, familienbezogene Infrastruktur für den Stadtteil zu erreichen“, teilte die Stadt mit. Dafür arbeitet das Zentrum eng mit zahlreichen Kooperationspartnern zusammen, wie etwa den Vereinen des Stadtteils, den freiwilligen Familienpaten, der Trinitatiskirche und anderen örtlichen Organisationen. „Wir funktionieren nur zusammen, als Netzwerk“, betonte die Leiterin des Zentrums und lobte das große Engagement der Beteiligten.

Dem Ziel des langjährigen Projekts, ein gemeinsames Miteinander rund um Kinderbetreuung, Eltern- und Familienangeboten zu schaffen, mit dem Familienzentrum als „Zentrale“, schauen die Mitarbeiter äußerst positiv entgegen. „Es ist ein Geben und Nehmen in einem sozialen Austausch, viele Aufgaben verteilen sich auf viele Schultern“, erklärte Koordinatorin Sandra Frommhold.

Die Entwicklung der Einrichtung von einer reinen Kita bis zum Familienzentrum nahm einige Zeit in Anspruch. Bereits seit 2012 lief die intensive Vorbereitungs- und Planungsphase für das Zentrum. Zahlreiche bauliche und organisatorische Neuerungen wurden über Jahre hinweg erstellt und umgesetzt. „Das ist eine runde, gewachsene Sache mit einem soliden Fundament“, lobte auch die städtische Fachdienstleiterin für Kinderbetreuung, Stefanie Lambrecht. Finanziert wird das Zentrum von der Stadt Marburg als Träger, die nun auch eine weitere pädagogische Stelle übernimmt.

Als Familienzentrum kann sich die Einrichtung in Zukunft auch für Fördergelder des Landes bewerben.

von Ina Tannert

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