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Ein gut isoliertes Zelt für Flüchtlinge

Jugend forscht Ein gut isoliertes Zelt für Flüchtlinge

Am Wochenende haben zwei Marburger Gymnasien erfolgreich ihre Entwicklungen bei Bosch Thermotechnik in Lollar vorgestellt. Die Elisabethschule hat den „Jugend-forscht“-Schulpreis 2016 gewonnen.

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Das Team der Elisabethschule freut sich gemeinsam mit Schulleiter Tobias Meinel (Dritter von links) über die erfolgreiche Teilnahme am Regionalwettbewerb von „Jugend forscht“.

Marburg. In der Kategorie Physik belegte das Elisabethschulen-Projekt „Refutent“ von Rahel Schmidt (13), Julia Lapp (14) und Luzia Zimmer (13) den ersten Platz. Die drei Schülerinnen haben in ihrer Forschungsarbeit ein leicht zu transportierendes und trotzdem gut isoliertes Zelt zur Unterbringung von Flüchtlingen entwickelt, teilt die Schule mit.

Die Isolierung bestehe aus einer Schicht zwischen zwei Planen, erläutert Rahel Schmidt auf Nachfrage der OP. „Sie soll dafür sorgen, dass die von außen zugeführte Heißluft länger als bisher üblich im Zelt bleibt“, sagt die 13-jährige Schülerin. Die Idee für diese ganz aktuelle Flüchtlingshilfe kam den drei Mädchen Anfang November, als es bereits Bodenfrost gab.

In der Kategorie Arbeitswelt wurde das Projekt „Clean Shopping“ von Paula Hoberg (13) und Marlene van Daacke (14) mit dem zweiten Preis für die Erfindung eines Systems zur automatischen Desinfektion von Griffen an Einkaufswagen ausgezeichnet.

Ebenfalls mit einem zweiten Preis ausgezeichnet wurde die Arbeit von Josia Lipinsky (14) und Louis Mengel (13), die in der Kategorie Technik unter dem Titel „HeaTea“ eine elektrisch beheizbare Thermoskanne präsentierten.

Regelmäßig dabei

Die Elisabethschule war in den vergangenen drei Jahren regelmäßig mit Forscherteams im Wettbewerb „Jugend forscht“/„Schüler experimentieren“ auf Regional-, Landes- und Bundesebene vertreten. Entstanden sind die Wettbewerbsbeiträge in den „Pull-out-Kursen“ der Schule. In diesem im Landkreis bislang einzigartigen Projekt erhalten besonders leistungsstarke und leistungsbereite Schüler die Möglichkeit, über einen Zeitraum von mehreren Wochen an selbst gewählten Forschungsthemen zu arbeiten. Die Nachwuchsforscher sind in dieser Zeit vom regulären Unterricht und von Klassenarbeiten befreit, so weit sie es wünschen.

Philipp Jochum (Archivfoto: Ina Tannert), der Bundeswettbewerbsteilnehmer der Elisabethschule aus dem vergangenen Jahr, berichtete in einem Vortrag im Rahmenprogramm des diesjährigen Wettbewerbs eindrucksvoll über seinen Werdegang als Nachwuchswissenschaftler bei „Jugend forscht“ und von seinen Erfahrungen aus den „Pull-out-Kursen“.

Preisgeld: 1000 Euro

Für dieses spezielle Modell der Begabtenförderung und für das besondere Engagement zur Förderung mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch interessierter Schüler im Wettbewerb „Jugend forscht“ erhielt die Elisabethschule in diesem Jahr den mit 1000 Euro dotierten Schulpreis.

Von der Martin-Luther-Schule haben die drei 16-jährigen Schüler Jonas Franz, Jonas Kuche und Konrad Langenberg am Regionalwettbewerb teilgenommen. Mit ihrem Projekt „Bootslook“ kamen sie auf den zweiten Platz. „Am 1. Oktober haben wir mit der Entwicklung begonnen und sind einen Tag vor dem Wettbewerb fertig geworden“, berichtet Jonas Franz. Worum geht es bei dem Projekt? In einer Fußmatte werde ein Lesegerät untergebracht, in einem Schuh ein Chip. So lasse sich beim Betreten der Matte die Eingangstür öffnen - laut Jonas Franz eine Erleichterung nicht nur für Privatpersonen, die mit Einkäufen bepackt nach Hause kommen, sondern auch interessant für Unternehmen, die sich so die Ausgabe von Schlüsseln an ihre Mitarbeiter sparen könnten.

von Michael Arndt

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