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Ein buntes Miteinander vieler Kulturen

Terra-Tech-Festival Ein buntes Miteinander vieler Kulturen

Exotische Live-Musik, zahlreiche Workshops, einen bunten Basar und Leckereien aus aller Welt genossen rund 2000 Besucher auf dem sechsten Terra-Tech-Festival.

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Dunia Mattheis, Marla und Zoe (rechts) testeten die Klangschalen-Therapie von Ergotherapeutin Anna Parr.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Den gesamten Samstagnachmittag bis in den Abend hinein herrschte fröhliches Treiben rund um die Waggon­halle. Kleine wie große Besucher genossen bei bestem Festival­wetter ein interaktives Fest mit afrikanischem Flair.

Zu erleben und entdecken gab es dabei so einiges, mit allen Sinnen ließ sich das bunte Treffen genießen, etwa bei der Verköstigung von exotischen Gerichten aus aller Welt: neben Lamm Kabsa und Huhn in Erdnusssoße genossen die Besucher das scharf-süße vegetarische Gericht Mole Oaxaqueño mit Mandeln, Chili und Schokolade, das nach einigen Stunden bereits vergriffen war. Ein verführerischer Kaffeeduft lockte den ganzen Tag über Kaffee-Liebhaber an den Stand von Lula Helms, die eine traditionelle Kaffee-Zeremonie aus Eritrea vorstellte. Vor Ort und in der Gruppe werden dabei die frischen Kaffeebohnen geröstet, gemeinsam gemahlen und aufgebrüht, „das gehört alles zur Zeremonie“, erklärte das Terra-Tech-Mitglied. Das schmackhafte Getränk verzehren die Gäste bei mehreren Durchgängen mit duftenden Gewürzen wie Nelken, Zimt und Ingwer vermischt.

Neben kulinarischen Besonderheiten genossen die Besucher ein buntes Unterhaltungsprogramm mit musikalischen Darbietungen aus aller Herren Ländern. Neben westafrikanischen Rhythmen, einer orientalischen Tanzshow, Chanson oder Polka heizten die Musiker dem Publikum mit Reggae, Jazz oder Flamenco ein.

Exotische Live-Musik, zahlreiche Workshops, einen bunten Basar und Leckereien aus aller Welt genossen rund 2000 Besucher auf dem sechsten Terra-Tech-Festival.

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Auch selber wurde mit Hand angelegt: in regelmäßigen Workshops fertigten die Gäste eigenhändig Kunstwerke aus Keramik und Mosaik, trommelten um die Wette oder übten sich in exotischen Tanzstilen aus 1001 Nacht. Gegen eine Spende konnten besonders sportliche Gäste die Kletterwand der Volksbank Kletterhalle erklimmen. Mehrere Schmink- und Bastelstationen, internationale Märchen oder eine Akrobatik­show begeisterten vor allem die Kleinsten. Das abwechslungsreiche Festival kam gut an bei den zahlreichen Besuchern: „Es ist bunt, international, mit vielen unterschiedlichen Menschen und gutem Essen - was will man mehr“, fasste Besucher Oggie Lauer zusammen.

Ausgiebig gestöbert wurde ebenso auf dem kleinen Basar auf dem sonnigen Außengelände: Von buntem Schmuck aus Afrika und zahlreichen Fair­trade-Produkten über Kleidung aus Filz und Wolle, Stoffe und Accessoires bis hin zu Kunstgegenständen aus Keramik war für jeden Geschmack etwas dabei. Die Anzahl der bunten Buden war klein in diesem Jahr, kurzfristig hatten einige Händler abgesagt, die Veranstalter füllten die Lücken kurzerhand mit weiteren Sitzgelegenheiten, die ausgiebig genutzt wurden, teilte Saskia Rößner mit. „Es läuft gut, man sieht viele bekannte Gesichter, wir sind zufrieden“, lobte die Veranstalterin ein gelungenes Fest.

Terra Tech feiert in diesem Jahr das 30-jährige Bestehen

Zum sechsten Mal organisierte der Verein Terra Tech Förderprojekte das bunte Fest, zum fünften Mal unter dem Namen Terra Tech Festival. Bereits seit 1986 engagiert sich der Verein in zahlreichen Ländern der Welt in den Bereichen Nothilfe und Entwicklungszusammenarbeit und konnte in diesem Jahr sein 30. Jubiläum feiern. Auf Geschenke verzichtete die NGO, sammelte statt dessen Spenden für das aktuelle Hilfsprojekt zugunsten von Müllsammler-Familien in Mexiko. Dort leben die verarmten Pepenadores vom Sammeln und Verkauf von verwertbaren Materialien der großen Mülldeponien. „Ihre Arbeit ist die einzige Mülltrennung im weitesten Sinne und ein echter Wirtschaftszweig“, erklärte Dr. Gangolf Seitz, Vorstandsvorsitzender von Terra Tech. Durch Anleitung und Aufklärung über das Anlegen von unbelasteten Obst- und Gemüsegärten wirkt der Verein dem mangelnden Nahrungsangebot in den Slums entgegen.

von Ina Tannert

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage von Terra Tech.

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