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Ein buntes Forum für unverhoffte Begegnungen

OP-Gartenfest Ein buntes Forum für unverhoffte Begegnungen

Ganz im Zeichen des 150-jährigen Bestehens der Oberhessischen Presse stand am Samstag das OP-Gartenfest.

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Mit seiner Eröffnungsrede des OP-Gartenfests 2016 brachte Verleger Dr. Wolfram Hitzeroth die Gäste zum Lachen und zum Nachdenken.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Einmal die OP trinken statt lesen: Dieses besondere Vergnügen hatten die rund 500 Gäste des Sommerfests im Garten der Oberhessischen Presse. Der alkoholfreie Cocktail mit dem Namen „Oberhessische Presse“, der aus Limetten, Limettensaft, Rohrzucker und Zitronenmelisse gemixt und auf zerstoßenes Eis aufgegossen wurde, war eine spritzige Sommer-Erfrischung.

OP-Gartenfest 2016. Foto: Tobias Hirsch

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Genauso bunt und erfrischend  war die Mischung der Gäste und Gespräche beim OP-Sommerfest, das bereits zum 21. Mal  im  Garten der OP am Franz-Tuczek-Weg stattfand. Ein lauer Sommerabend, eine reizvolle Naturkulisse mit Teich und ein breiter Querschnitt der Marburger Gesellschaft: Das waren die Zutaten für das Fest, das im Zeichen des Miteinander-Redens stand. Für die Organisation verantwortlich war in diesem Jahr das erste Mal Redaktions-Chefsekretärin Sandra Weilacher, unterstützt von Gartenfest-„Urgestein“ Gerhard  Happel und dem gesamten OP-Team.

Stammgast Hans-Jürgen Naumann hat bisher nur ein OP-Sommerfest verpasst. „Es ist ein fester Bestandteil des Marburger Festkalenders und ein besonderes Ereignis in Marburg“, sagte der Immobilienmakler. Besonders freut er sich, dass er immer wieder alte Bekannte trifft, aber auch mit neuen Leuten ins Gespräch kommt.

Als Forum für „unverhoffte Begegnungen“ charakterisierte auch OP-Verleger Dr. Wolfram Hitzeroth das Gartenfest. In diesem Jahr ging er in seiner traditionellen Ansprache vor allem auf die Geschichte der Oberhessischen  Presse ein, die das 150-jährige Bestehen des Zeitungsverlages feiert. Dabei schlug er einen Bogen von Johann August Koch, dem Beherrscher der „schwarzen Kunst“ der Buchdruckerei, der ganz am Anfang die damalige Oberhessische Zeitung leitete, über Dr. Carl Hitzeroth (Verleger und Chefredakteur von 1908 bis 1950) bis in die Gegenwart.

Aktuelle und Alltagsthemen waren Gespräch

Mit bisher rund 45 000 Ausgaben sei der Oberhess auch das „wertvolle Gedächtnis der Region“, sagte der Verleger, der seit 1963 die Geschicke der OP leitet. Eines der Hauptthemen beim Fest waren die Geschehnisse rund um die gescheiterte von der CDU beantragte Abwahl von Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne).

Aber es ging auch um Alltagsthemen wie Fußball-Begeisterung. So verriet Ex-Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), der ganz leger im weißen Hemd erschienen war, dass er seinem Lieblingsverein Schalke 04 in der neuen Saison sogar zutraut, Bayern München ein wenig zu ärgern.

Bestens vorbereitet hatte sich OP-Fest-Neuling Sylvie Cloutier, Vorstandsmitglied des Marburger Ausländerbeirats, durch die regelmäßige OP-Lektüre. Die meisten Namen der durch ihre Namensschilder erkennbaren Gäste und viele dahinterstehende Geschichten kannte sie bereits aus der Zeitung, verriet sie.

Für einige Besucher war das Fest auch ein Wiedersehen mit ihrem ehemaligen Arbeitsplatz. So war Post-Pressesprecher Thomas Kutsch einst jahrelang Mitarbeiter der Nord-/Südkreis-Redaktion der OP und Hans-Martin Reissner, neu als einer der jüngsten Parlamentarier im Marburger Stadtparlament, war vor etlichen Jahren Schülerpraktikant in der Redaktion „Stadt Marburg“.  Solchen Verbindungslinien zu folgen und neue Bekanntschaften zu knüpfen: das war wohl der Hauptreiz des Festes, das bis in den frühen Sonntag hinein andauerte.

von Manfred Hitzeroth

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