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Ein altes Fest „neu ins Leben rufen“

Brunnenfest 2016 Ein altes Fest „neu ins Leben rufen“

Seit dem 15. Jahrhundert ist er ein fester Bestandteil des Marktplatzes: der Marktbrunnen. Am Wochenende steht dem Bauwerk ein Fest an.

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Seit 1450 ist er aus Marburg nicht mehr wegzudenken: der Marktbrunnen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der Brunnen auf dem Marktplatz nimmt seit vielen Jahrhunderten eine besondere Rolle ein. Bereits im späten Mittelalter diente er als Gerichtsort. Nach dem Bau des Rathauses wurde er nach und nach umgestaltet, zuletzt 1951 vom Marburger Verkehrs- und Verschönerungsverein.

Mit Unterstützung der Oberstadtgemeinde bekam der Marktbrunnen damals ein neues Becken mitsamt der schon vor dem Krieg in Auftrag gegebenen St.-Georgs-Figur. „Der Marktbrunnen ist unser Symbol, wir haben ihn mit aufgebaut“, sagt Hans Dörr, Schriftführer der Oberstadtgemeinde, nicht ohne Stolz.

Zwischen 1951 und 1996 fanden dem alten Bauwerk zu Ehren regelmäßig Feste auf dem historischen Marktplatz statt. Dann herrschte Ruhe.

Anlässlich des 65-jährigen Jubiläums des Eintrags in das Vereinsregister der 135 Jahre alten Oberstadtgemeinde wollen die Oberstädter das traditionelle Brunnenfest an diesem Samstag wieder neu aufleben lassen.

Bereits um 16 Uhr findet an diesem Tag im Rathaus ein Vortrag des Diplom-Ingenieurs Christopher Ernestus über die historische Wasserversorgung der Universitätsstadt Marburg statt. Am Abend wird die Band „Spaßrebellen“ die Stimmung auf dem Marktplatz ordentlich anheizen. „Sie treten häufig auf Ibiza und Mallorca auf und werden ein komplettes Showprogramm liefern“, weiß Adi Ahlendorf, Festverantwortlicher des diesjährigen Brunnenfestes. „Wir wollen das alte Fest neu ins Leben rufen“, freut er sich.

Auch Hans-Christian Sommer, der als Vorsitzender des Verkehrs- und Verschönerungsvereins 30 Jahre lang den Marktfrühschoppen mit organisiert hat, freut sich auf das Brunnenfest. Für das  Brunnenfest sieht er eine „gute Chance“, an die Stelle des Marktfrühschoppens zu treten, der  in den vergangenen Jahren aufgrund der starken Präsenz rechtsradikaler Burschenschaften und Protesten von linken Gruppierungen stark umstritten war und schließlich abgesagt wurde. „Das hatte nichts mehr mit uns zu tun“, so Dörr. Von dem Brunnenfest erhofft er sich „mehr Zusammenhalt der Leute in der Oberstadt, wo es in der Vergangenheit einige Konflikte gegeben hat. Und wenn es gut läuft, machen wir es wieder“, so Dörr.

von Ruth Korte

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