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„Ein Traum ist Wirklichkeit geworden“

Campus Elisabethenhof „Ein Traum ist Wirklichkeit geworden“

Die Evangelische Alten­hilfe Gesundbrunnen weihte jetzt den sanierten Elisabethenhof ein, in dem es künftig diverse Angebote für Pflege­bedürftige gibt. Der Campusbau am ­Rotenberg ist fast abgeschlossen.

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Roland Teuber (Betriebsstellenleiter der Diakoniestation, rechts) zeigt Besuchern die neue Tagespflege im Elisabethenhof.

Quelle: Yanik Schick

Marburg. Eine Schwarz-Weiß-Aufnahme aus vergangenen Jahrzehnten erinnert noch an alte Zustände. Sie zeigt den Elisabethenhof, wie er sich einsam im freien Gelände erhoben hatte, umgeben von nichts.

Einrichtungsleiterin Margaretha Eidam ließ das Bild direkt neben einer aktuellen Darstellung des Areals am Rotenberg aufhängen, um die Veränderungen aus nunmehr vier Jahren Bauzeit aufzuzeigen. Damals wie heute war es zuallererst das große, goldene Kreuz auf dem Dach des Elisabethenhofs, das in den Vordergrund trat. Ansonsten aber war beiden Abbildungen nicht allzu viel gemein.

Tagespflege und betreutes Wohnen

Die BG Projektgesellschaft Rotenberg, hinter welcher der oberpfälzische Investor Walter Winkler, mit einer Stiftung verzweigt, steht, hatte den Elisabethenhof von der BG Immobiliengruppe München erworben und daran angrenzend in den zurückliegenden Jahren etappenweise ein Pflegeheim sowie drei Punkthäuser errichten lassen (die OP berichtete), sodass es auf dem fünf Hektar großen Gebiet nun wesentlich lebendiger zugeht. Inzwischen ist auch das Kulturdenkmal selbstgrundsaniert worden. Im letzten von insgesamt vier Bauabschnitten will die Gesellschaft bis spätestens September das „Baderhaus“ in eine Kindertagesstätte umfunktionieren.

Während der Einweihung des modernisierten Elisabethenhofs bekamen Interessierte nun erstmals einen Einblick in die neuen Räume. Die Evangelische Altenhilfe Gesundbrunnen als Mieter bietet dort im Untergeschoss zwölf Tagespflegeplätze sowie ambulante Pflege durch die Diakoniestation an, in den oberen Geschossen stehen 32 Apartments (zwischen 45 und 89 Quadratmeter groß) für betreutes Wohnen bereit.

Während sich die Tagespflege schon einer regen Nachfrage erfreut, stehen viele Wohnungen allerdings noch leer. „Die Nachfrage ist gut. Aber ich denke, so etwas muss immer erst einmal wachsen“, sagte Eidam. Der Verein aus Hofgeismar hatte bereits seit 1994, also noch vor dem großen Bauprojekt, ein Alten- und Pflegezentrum im Elisabethenhof unterhalten. Diese vollstationäre Betreuung leistet die Evangelische Altenhilfe mittlerweile für 78 Personen im neu entstandenen Pflegeheim, das durch eine Glasbrücke mit dem Elisabethenhof verbunden ist.

Ein Ort der Zusammenkunft von Jung und Alt

Obwohl die Bauarbeiten wegen des Kita-Projekts noch nicht ganz abgeschlossen sind, zog Eidam schon einmal Bilanz. „Es waren sehr anstrengende, ereignisreiche Jahre“, erzählte sie, „aber jetzt ist ein Traum Wirklichkeit geworden“. Der Campus solle künftig ein Ort der Zusammenkunft von Jung und Alt sein.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies sprach, ähnlich wie Landrätin Kirsten Fründt (beide SPD), von einem „fundamentalen Wandel“ auf dem Areal. Von der „beunruhigenden“ Atmosphäre, an die das Schwarz-Weiß-Bild des Elisabethenhofs an diesem Tag erinnert hatte, sei nichts mehr geblieben, lautete das Urteil des Oberbürgermeisters.

von Yanik Schick

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