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Ein Punkt mehr lässt Mardorf jubeln

Jugendfeuerwehr-Wettkampf Ein Punkt mehr lässt Mardorf jubeln

Beim Kreisentscheid der Jugendfeuerwehren gab es nur zufriedene Gesichter. Tolles Wetter, mit mehr als 250 Teilnehmern so viele wie schon lange nicht mehr und viele eifrige Helfer, die den ungewöhnlichen Andrang mit Bravour bewältigten.

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Die besten Teams der heimischen Feuerwehren präsentieren ihre Trophäen. Zuvor hatten sich alle 25 Mannschaften im Wettkampf in Rauschenberg heftig ins Zeug gelegt.Fotos: Heinz-Dieter Henkel

Rauschenberg. „Zuerst waren nur 7 Mannschaften gemeldet. Als wir die Meldefrist verlängert haben, waren es schon 17“, berichtete Feuerwehr Pressesprecher Heiko Paul über den schleppenden Start des jährlichen Höhepunktes der Jugendlichen Brandschützer. Am Ende gingen, von insgesamt 27 gemeldeten Teams, letztlich 24, davon zwei reine Mädchenmannschaften, am Sonntag in der Früh an den Start.

Bundeseinheitlich besteht der Feuerwehrwettkampf aus zwei Teilen. Im Teil A wird eine Löschübung simuliert, bei der insbesondere feuerwehrtechnisches Wissen und handeln im Vordergrund steht. Teil B beinhaltet den sportlichen Teil mit einem 400 Meter Staffellauf, bei dem kleinere Zusatzaufgaben zu erledigen sind.

Da neben den üblichen 9-er Mannschaften diesmal auch 6-er Teams zugelassen waren, musste eine Umrechnungsformel für einen gewissen Ausgleich sorgen. Nicht ausgeglichen wurde allerdings der Altersunterschied, der schon einmal bis zu 7 Jahre betragen konnte.

Gerade die Jüngsten sorgten sich bei ihrer Erstteilnahme, dass der Sprung über den Wassergraben, dargestellt durch eine blaue Matte, auch gelingen möge. Sie wurden von den Kampfrichtern, die aus dem gesamten Kreisgebiet angereist waren, beruhigt. Und so waren alle Teilnehmer zwar konzentriert und ernsthaft bei der Sache, ohne dass dabei aber der Spaß verloren ging. Hierzu trug auch ein Spielparcours bei, den die Veranstalter auf einer freien Fläche aufgebaut hatten und der rege genutzt wurde.

Auffällig, dass bei den reinen Mädchenmannschaften von Hachborn III und IV ein deutlich rauerer Ton vorherrschte, als bei reinen Jungen- oder gemischten Mannschaften. Außerdem verlangten sie dem Material noch etwas mehr ab.

„Das habt ihr super gemacht“, suchte Andreas Stranghöner seine erschöpfte 1. Mädchenmannschaft nach dem A-Teil aufzumuntern. „Mir ist da ein dicker Fehler unterlaufen“, hörte er sofort kritischen Widerspruch. Zu spät. Das sollten die Schiedsrichter eigentlich nicht hören. Natürlich hatte die große Zahl der teilnehmenden Mannschaften jeden Zeitplan längst über den Haufen geworfen. Es dauerte aber noch eine Stunde nach der letzten Übung, bis gegen 16 Uhr endlich die Siegerehrung erfolgen konnte.

Neben der Kreis-Jugendfeuerwehrwartin Carina Gottschalk, die den Wettkampf leitete und sich über die vielen Teilnehmer überschwänglich freute, gratulierten am Ende Erster Kreisbeigeordneter Karsten McGovern und Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich, lange Jahre selbst in der Josbacher Feuerwehr aktiv, den Siegern und Platzierten.

Bei den Mädchen gewann Hachborn III den Siegerpokal vor Hachborn IV, das als jüngste Mannschaft ausgezeichnet wurde. Bei den gemischten Mannschaften verpasste Rauschenberg als guter Gastgeber mit Platz 4 die Treppchen- und Pokalplätze. Rang 3 belegte Ebsdorfergrund-Hachborn II mit 1388 Punkten. Großer Jubel, als Gottschalk Wohratal-Langendorf als Vizemeister aufrief. Der kam jedoch von den Jugendlichen aus Amöneburg-Mardorf, denen damit klar war, dass sie gewonnen hatten. Ein Pünktchen entschied letztlich über den hauchdünnen 1404:1403-Sieg.

Mardorf und Langendorf sowie die Mädchenmannschaft aus Hachborn werden den Landkreis auf Hessenebene in Freigericht-Somborn vertreten.

von Heinz-Dieter Henkel

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