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Ein Paradies für die jungen Pferdenärrinnen

OP erfüllt Kindern Wünsche Ein Paradies für die jungen Pferdenärrinnen

„Iberia“, „Musti“ und „Lady“ waren für zehn kleine Pferdefans die absoluten Stars. Die begeisterten Mädchen verbrachten einen tollen Tag beim Westernreiten auf dem Pferdehof Lemmer.

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Die Teilnehmerinnen der Aktion mit den Ponys (von links) „Musti“, „Lady“ und „Iberia“.

Quelle: Ina Tannert

Großseelheim. Rasante Ausritte im Trab und Galopp, Ponys striegeln und mit gutmütigen Pferden schmusen - dieser Traum für alle Pferdefans ging für zehn junge Mädchen in Erfüllung. Auf dem Pferdehof Lemmer in Großseelheim genossen die Gewinner der Aktion „OP erfüllt Kindern Wünsche“ einen abwechslungsreichen Tag mit jeder Menge Pferdestärken.

Ihre gute Laune und Tierliebe ließen sich die Mädels auch vom steten Nieselregen nicht verderben. Drei Stunden lang beschäftigten sie sich ausgiebig mit dem sprichwörtlichen „Glück dieser Erde“, drehten viele Runden auf den Pferderücken und lernten die alltägliche Hofarbeit und Pflege der Vierbeiner kennen.

Zuallererst standen ausgiebige Striegeleinheiten auf dem Programm. Unerschrocken gingen die Kinder nur zu gerne auf Tuchfühlung mit den Stallbewohnern. Die drei Schulponys, die Lewitzerdame „Iberia“, die Welsh-B-Stute „Musti“ und Haflinger „Lady“ genossen sichtlich das Wellnessangebot und wurden schnell zu geliebten Stars ihrer kleinen Pfleger. Mit Feuereifer machte sich die Truppe ans Werk und rückte dem Schmutz von Stall und Koppel mit großen weichen Bürsten und Striegeln zu Leibe, bis das Fell der Ponys nur so glänzte. „Das ist wichtig, damit kein Schmutz unter den Sattel kommt und beim Reiten stört“, kennt sich unter anderem Teilnehmerin Sophia gut aus. Die Zehnjährige ließ es sich auch nicht nehmen der entspannten Iberia ein paar Zöpfe in die Mähne zu flechten.

Zur Vorbereitung der Reittiere gehören auch saubere Hufe, penibel kratzten die Kinder daher störende Erdreste und sonstigen Schmutz heraus. „Damit sich keine Steine festsetzen können, die dem Pferd beim Laufen weh tun“, erklärte auch gleich Juliane. Die Zehnjährige und ihre Schwester Johanna sind große Pferdefreunde und haben bereits wie viele ihrer Kolleginnen sichtlich Erfahrung im Umgang mit den großen Tieren. „Das Striegeln ist immer am schönsten für alle“, freute sich Johanna. Begeistert schleppten die Kinder anschließend die schweren Westernsättel, Zaumzeug und Schutzhelme in die große Reithalle.

Bevor auf den Pferderücken Platz genommen wurde, gab es erst noch eine Runde Theorie von Trainerin und Hofchefin Birgit Lemmer und ihren Helferinnen Kathrin, Bella, Nina und Laura, allesamt große Pferdefans und erfahrene Reiterinnen. Die Kinder lernten, wie die Führstricke gehalten werden müssen - nicht zu weit oben und nicht zu weit unten - und wie ein Panikhaken funktioniert. Er schnappt auf, sobald man mit einem Ruck daran zieht.

Sodann spazierten Kinder und Tiere erst einmal in langen Runden durch die Reithalle zum gegenseitigen Kennenlernen. „Ihr müsst euch mit den Ponys vertraut machen“, erklärte Betreuerin Nina. Begeistert kletterten die Mädels anschließend in die Sättel und genossen ihre Zeit auf den Pferderücken. Anfangs ging es noch etwas stockend vorwärts, bis die Kinder sich an die Zügelführung und korrekte Schnalzlaute gewöhnt hatten, um ihre Reittiere in Bewegung zu setzen. Schnell begriffen sie jedoch die Kommandos und Eigenarten der Vierbeiner und spielten sich aufeinander ein.

Im gemächlichen Trab und schließlich im flotten Galopp kam große Freude auf. Ponys und Reiter drehten begeistert Runde um Runde durch die Halle, schlängelten sich an Hindernissen vorbei, absolvierten Slaloms und spontane Richtungswechsel. Die jungen Pferdefans wurden immer sicherer im Sattel und motivierten ihre Tiere zu schnelleren Manövern. „Im Galopp zu reiten ist super“, zeigte sich unter anderem die zehnjährige Lilli begeistert.

Während die eine Gruppe durch die Reithalle tourte, besuchten die anderen Kinder die Ställe und Koppeln auf dem Pferdehof Lemmer. Ausgiebig striegelten sie die großen, vierbeinigen Bewohner, halfen beim Füttern und Saubermachen der Boxen. Besonders angetan hatte es ihnen der große „Cody“, ein entspannter Appaloosa-Wallach, der immer für eine Schmuseeinheit zu haben war. Die Nähe zu den gutmütigen Pferden gefiel den Mädchen eindeutig am Besten. „Ich könnte den ganzen Tag im Stall verbringen“, schwärmte Juliane.

von Ina Tannert

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