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Ein Paradies für Pflanzenfreunde

Flohmarkt im botanischen Garten Ein Paradies für Pflanzenfreunde

Wer in Marburg exotische Pflanzen sehen will, geht in den Neuen Botanischen Garten. Wer seltene Pflanzen kaufen will, geht ebenfalls dorthin - zum Pflanzenflohmarkt des Freundeskreises.

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Achim Jäger (links) und Stefan Siebecker fachsimpeln über Tomatenpflanzen.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. An 20 Ständen boten private Verkäufer - keine professionellen Händler - Pflanzen aller Art an. Unter anderem Louisiana-Moos aus den USA oder die Krautpflanze Yacon aus Peru, aus der Sirup gewonnen werden kann. „Leute kommen, weil hier eben nicht nur handelsübliche, sondern auch viele exotische Pflanzen angeboten werden“, sagte Elisabeth Bohl, Vorsitzende des Freundeskreises.

„Der Verein hat sich 2004 gegründet, als Gerüchte in Marburg kursierten, dass die Universität den Garten schließen wollte“, berichtete Bohl. Mit Veranstaltungen mühe sich der Freundeskreis, der rund 250 Mitglieder zählt, Menschen in den botanischen Garten zu locken: monatliche Führungen, Konzerte im Sommer, Kürbisfest im Herbst und auch der Pflanzenflohmarkt. „Natürlich kommen Hobbygärtner auch hierhin, um sich mit anderen Pflanzenfreunden auszutauschen“, erklärte Bohl und stellte einen Standbetreiber als „Tomatenspezialisten“ vor. Mit zehn Tomatensorten fing der Tomatenzüchter Achim Jäger an. Mittlerweile baut er auf einem 250 Quadratmeter großen Pachtgrundstück mehr als 100 Tomatensorten an. Der Fokus liegt auf Sorten, die nicht im Handel erhältlich sind.

„Ich musste es als Nebengewerbe anmelden, weil die Dimensionen für einen privaten Verkäufer schon recht groß sind“, sagte Jäger und lachte. Einer seiner Kunden am Samstag war Stefan Siebecker aus Sarnau, mit dem er über Tomaten fachsimpelte. Auch Siebecker ist Hobbygärtner: „Ich habe ein kleines Beet zu Hause und experimentiere stets mit neuen Tomatensorten, die ich mir unter anderem hier besorge.“

Wie auf jedem Flohmarkt wurde auch beim Pflanzenflohmarkt um Preise gefeilscht. So auch am Stand von Freundeskreis-Mitglied Jürgen Weimar, der mit Jan Hußmann, Mitarbeiter im botanischen Garten, über den Kaufpreis für eine kleine palmenartige Pflanze diskutierte.

Mit breitem Grinsen kritisierte Fachmann Hußmann einiges an der Pflanze. Das Feilschen machte beiden Männern sichtlich Spaß. Letztlich ging die kleine Palme für zehn Euro über den Tisch. „Ein Schnäppchen“, rief Weimar gut gelaunt.

von Benjamin Kaiser

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