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Ein Mekka für Birnenliebhaber entsteht

Größte Birnbaumsammlung Deutschlands Ein Mekka für Birnenliebhaber entsteht

In Zusammenarbeit zwischen Jugendkonflikthilfe Marburg, Forstamt Kirchhain und dem Fachbereich Ländlicher Raum entsteht derzeit bei Marburg die wohl größte Birnbaumsammlung Deutschlands.

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Während der Pflanzaktion: Andreas Sommer vom Forstamt Kirchhain (von links), Dr. Norbert Clement vom Fachbereich Ländlicher Raum des Landkreises, Juko-Geschäftsführerin Maria Flohrschütz, Eugen Günther, Biologe Martin Günther von der Juko und ein weiterer Projektteilnehmer, der anonym bleiben wollte.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Nach ein paar Kilometern Fahrt durch den Wald eröffnet sich der Blick auf eine große, von der Sonne beschienene Wiese. Ein Teil ist bereits mit jungen, hochstämmigen Birnbäumen bepflanzt.

Bereits jetzt lassen sich deutliche Unterschiede erkennen: Während einige Bäume kerzengerade stehen, ähneln andere mit ihren hängenden Zweigen eher Trauerweiden. Ein Bäumchen scheint besonders winterhart zu sein, es trägt sogar nach den vergangenen kalten Wochen noch ein paar grüne Blätter. Am unteren Ende der Wiese sind vier Männer dabei, einen weiteren Baum zu setzen.

Im März 2010 wurden die ersten 40 Bäume gepflanzt, vergangene Woche kamen 65 weitere hinzu. Am Ende sollen mindestens 250 auf der etwa zweieinhalb Hektar großen Fläche zwischen Haddamshausen und Gisselberg stehen, die zum Staatswald der Försterei Marburg gehört. Das Besondere: Jeder Birnbaum ist von einer anderen Sorte, keine ist zweimal vorhanden. „Das wird die vielleicht größte Birnbaumsammlung in Deutschland auf einer zusammenhängenden Fläche“, freut sich Dr. Norbert Clement vom Fachbereich Ländlicher Raum des Landkreises Marburg-Biedenkopf. Der Leiter des Fachdienstes Erneuerbare Energien und Dorferneuerung, der auch in Fragen der Obstbaumpflege berät, hatte die Bepflanzung mit hochstämmigen Birnen angeregt.

Auch hessische Sorten sind vertreten, wie die Gute Graue, die Volkmarser Birne und die Hueller-Birne aus der Schlüchterner Gegend sowie einzigartige heimische Gewächse. Der Mutterbaum der Herwigs Birne steht in Moischt, der der Drusel-Birne in Ockershausen – die Namen hat Dr. Clement von den Besitzern abgeleitet.

von Manfred Schubert

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