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Ein Leben für Heimkinder

Marbach Ein Leben für Heimkinder

Am Freitag geht Dietlinde Theinert in Ruhestand. Sie ist eine der Gründerinnen des Jugendheims Marbach, das in den 1970er Jahren Impulse zur Veränderung der deutschen Heimerziehung setzte.

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Michael Harborth (von links), Dagmar Behring-Detering, Dietlinde Theinert und Ida Rathgeber stehen vor dem Jugendheim Marbach. Foto: Uwe Badouin

von Uwe Badouin
Marbach. Als Dietlinde Theinert 1973 gemeinsam mit Barbara Kubale, Marianne Demske und Uli Hogrefe den St. Elisabethverein verließ, um ein eigenes Kinderheim aufzubauen, waren Kinderheime in Deutschland in der Regel noch Verwahranstalten. Große Wohnblöcke für gestrandete, verlassene oder misshandelte Kinder und Jugendliche standen meist außerhalb der Zentren oder irgendwo auf einer grünen Wiese. Was in den 1950er und 1960er Jahren in vielen großen Heimen mit den Kindern geschah, kommt heute stückweise ans Licht. Es sind oft tragische Geschichten. 46 Jahre später gibt es solche großen Heime noch immer, aber es sind deutlich weniger geworden. Heute setzt man auf Ideen, wie sie unter anderem die vier Marburger Pädagogen in den 1970er Jahren entwickelten und umsetzten: Kleine, dezentrale Wohngruppen in Städten und Dörfern mit einem ganz normalen sozialen Umfeld. Möglichst familiär sollten die entwurzelten Kinder aufwachsen, die aus den verschiedensten Gründen nicht mehr bei den Eltern bleiben konnten und können. Heute unterhält die gemeinnützige Jugendheim Marbach GmbH eine Tagesheimgruppe in der Schwanallee, eine Jugendwohngruppe am Erlengraben, eine mobile Jugendbetreuung, einen ambulanten Familien-Beratungsdienst und kleine Wohngruppen in Kinderhäusern in Ginseldorf, Gladenbach, Niederwald und zwei in Marburg – im Rödchen und im Bienenweg in Marbach.
In einem prächtigen Fachwerkhaus in einer guten Wohngegend im Stadtteil Marbach begann die Geschichte der Jugendheim Marbach gGmbH.
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