Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
"Ein Herz, das kaum reinpasst"

Ehrung im Rathaus "Ein Herz, das kaum reinpasst"

Rita Schroll hat das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommen. Im Rathaussaal gratulierten der 50-Jährigen, die sich vielfältig ehrenamtlich engagiert, mehr als 100 Gäste.

Voriger Artikel
Gentechnik-Protest: Greenpeace ärgert Discounter-Kette
Nächster Artikel
Psychiatrie: Patienten berichten über Zwangsbehandlung

Rita Schroll (l.) und ihr Ehemann Harald Heyn. Foto: Wisker

Marburg. Der Chor singt ihre Lieblingslieder, Applaus brandet auf, Freunde und Familie umarmen sie. Rita Schroll ist sichtbar gerührt von der Aufmerksamkeit, die ihr gilt als Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) der gebürtigen Bochumerin das Ehrungs-Abzeichen an die Bluse steckt. „Danke“, presst sie hervor - für die Ehrung, für die Hilfe der Familie, für den vollen Festsaal.

Kulturloge, Behindertenbeirat, Notruf Marburg, Verein für Selbstbestimmung und Betreuung, DVBS: Die blinde Marburgerin, Diplom Sozialarbeiterin, erhält das Bundesverdienstkreuz für ihr Engagement in einer Vielzahl von Initiativen. „Das ist eine außergewöhnliche Lebensleistung“, sagt Vaupel. Früh - vielleicht durch die Prägung der Menschen im Ruhrpott - habe Schroll gelernt, dass „enges Zusammenstehen gelebt werden muss, um Solidarität mehr als eine Worthülse sein zu lassen“. Und so, wie Schroll ihr Leben lebe - „Sie sind ein Vorbild“ - inspiriere sie andere.

Cordula von Brandis-Stiehl, die Schroll zur Ehrung vorschlug, bezeichnete ihre Freundin als „pfiffig, verbindlich und hochkompetent“. Die 50-Jährige habe „ein Herz, dass kaum in sie reinpasst“.“

Schrolls Ehmann Harald Heyn schenkte seiner Frau - die einen Ehrering mit Brailleschrift-Gravur trägt - die von Vaupel übergebene Urkunde nochmal in Punktschrift.

von Björn Wisker

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr