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Ein Blick in das Innere der Mühlen

Deutscher Mühlentag Ein Blick in das Innere der Mühlen

Wie wurden früher Korn und andere Lebensmittel gemahlen? Und welche anderen Handwerksarbeiten gab es damals? Antworten darauf erhalten Interessierte am Pfingstmontag.

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Die Mahlwerke werden auch während des deutschen Mühlentags nicht stillstehen. Besuchern können den Produktionsvorgang verfolgen.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Zum 20. Mal findet in diesem Jahr der deutsche Mühlentag am Pfingstmontag statt. Mit diesem Tag der offenen Tür soll den Besuchern ein Einblick in das Innere von historischen Mühlen gewährt und gezeigt werden, mit welch einfacher und gleichzeitig in hohem Maße durchdachter Technik unsere Vorfahren umweltschonend Getreide vermahlt haben. Fast über zwei Jahrtausend waren Wassermühlen, ab dem 11. Jahrhundert dann auch die Windmühlen, die dominierenden Antriebskräfte für die Getreidevermahlung.

Auch zwei Mühlen aus dem Landkreis öffnen an diesem Tag nicht nur ihre Tore für interessierte Besucher. Außerdem findet jeweils ein buntes Programm in und um die Papiermühle in Kirchhain und der Brücker Mühle in Amöneburg statt.

Der Arbeitskreis dörfliche Kultur (ADK) veranstaltet zwischen 11 und 18 Uhr einen Informations- und Mitmachtag an der vermutlich 1590 durch den hessischen Landgrafen errichteten Papiermühle. häusliche Arbeiten und Techniken vorgestellt und vorgeführt. Vorgestellt werden traditionelle Arbeiten wie Spinnen, Sticken, Häkeln, Stricken, Stopfen, Patchwork, Klöppeln, Drechseln, Speckstein-Schnitzen und Malen, die unter Anleitung ausprobiert werden können. Damit soll versucht werden, alte Techniken zu zeigen, zu bewahren und für ihre sinnvolle Wiederbelebung und kreative Freizeitbeschäftigung in der heutige Zeit zu werben. Für das leibliche Wohl ist mit Kaffe und Kuchen gesorgt.

Auch die letzte noch funktionsfähige Mahlmühle an der Ohm gibt am Pfingstmontag von 11 bis 19 Uhr einen Einblick, wie über die Kraft des Wassers mit Hilfe von Transmissionen verschiedenste Maschinen in Gang gesetzt werden, um Getreide zu reinigen, zu überheben und zu vermahlen. Auch kann ein Blick auf die schweren Rohlinge geworfen werden, die mit fachmännischem und altem Werkzeug geschärft werden, um dann Teil der restaurierte Steinmahlgänge zu werden, den denen dann alter Tradition Mehl hergestellt werden kann.

Die verschiedenen Öle, die in der Presse hergestellt werden, können von den Besuchern probiert werden. Außerdem ist der Mühlenladen ab 11 Uhr geöffnet.

Im Hof und auf dem Mühlengelände werden neben kühlen Getränken und naturtrübem Bier aus der Rhön auch Kaffee und Kuchen sowie Frisches aus der Mühlenküche angeboten.

Neben einer großen Auswahl an alten Würz- und Gemüsepflanzen sowie Zierpflanzen für den Garten, befinden sich Stände regionaler Handwerker und kulinarischer Spezialitäten rund um die Mühle.

Für Kinder steht auch das Thema Wasser, Energie und Getreide im Mittelpunkt. Kleine Wasserräder und Ähnliches können unter Anleitung gebaut und natürlich auch ausprobiert werden.

von Andreas Arlt

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