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MLS Marburg

Ein „Amoklauf“ in Eigenregie

Die Bestürzung ist nach wie vor groß. Auch am dritten Tag nach dem „gespielten Amoklauf“ in der Uni-Sporthalle in der Jahnstraße geht die Suche nach Antworten weiter.

Beschaulich: Kinder und Jugendliche nutzen die Pause auf dem Schulhof der Martin-Luther-Schule zur Erholung.

© Thorsten Richter

Marburg. Von Alltag kann an der Martin-Luther-Schule keine Rede sein.  Ein 17-jähriger Schüler des Gymnasiums hatte am Freitag einen Amoklauf inszeniert, um nach eigenen Angaben für ein Schulprojekt einen Videofilm zu drehen. Schuldirektor Karl Goecke sagt dazu: „Es hat dazu keine Anweisungen von einer Lehrkraft und keine Anweisung vonseiten der Schulleitung gegeben.“ Der Beschuldigte und die sieben Mitstreiter haben demnach in Eigeninitiative gehandelt.

Dem 17-jährigen Haupttäter, der am Freitag nach dem Verhör auf freien Fuß kam und am Montag wie die übrigen sieben Beteiligten auch den Unterricht besuchte, droht wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten im schlimmsten Fall eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren.

von Carsten Bergmann

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