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Eile braucht eine Weile

Glasfasernetz Eile braucht eine Weile

Rasend schnell soll das Internet künftig in Bauerbach sein. Schon seit Monaten müssen sich die Bauerbacher gedulden, und auch mit der Inbetriebnahme Ende April wird das Warten noch kein Ende haben.

Bauerbach. Momentan befindet sich das Netz mit sechs Nutzern im Testbetrieb. Wenn alles gut geht, findet die Inbetriebnahme am 30. April statt. Dann können auch die Tarife und Produkte bei den Stadtwerken gebucht werden. Die Internetflat-rates mit unbegrenztem Datenvolumen werden je nach Geschwindigkeit zwischen 37,50 Euro und 57,50 Euro kosten, für einen Telefonanschluss mit Flatrate ins deutsche Festnetz kommen noch einmal fünf Euro hinzu. Die Informationen finde man ab sofort auf der Internetseite der Stadtwerke, sagte Stefan Koch bei der Ortsbeiratssitzung in Bauerbach.

Für den Übergang von den alten Verträgen zur Nutzung des schnellen Glasfasernetzes brauchen die Bauerbacher allerdings noch einmal Geduld. Denn die alten Verträge müssen über die Stadtwerke gekündigt werden, damit die bisherigen Telefonnummern beibehalten werden können. Da meistens Kündigungsfristen von drei Monaten oder mehr eingehalten werden müssen, werden einige Bauerbacher also warten oder für beide Verträge bezahlen müssen. Für bisherige Kunden der Stadtwerke, die das Internet über W-DSL nutzen, gilt eine Kündigungsfrist von einem Monat. W-DSL solle bestehen bleiben, so lange eine ausreichende Nachfrage besteht.

Verwirrung herrschte bei einigen Hausbesitzern, die noch immer keine Rechnung für den Anschluss erhalten haben. Die Betroffenen hätten ein Schreiben bekommen, dass es noch Mängel am Anschluss gebe, berichtete Koch.

Sprechstunden imBürgerhaus geplant

Sobald die Bestellungen angenommen werden, werde ein Informationsschreiben an die Haushalte verteilt werden. Gebucht werden könne nur online oder im Kundenzentrum. Für die ersten Wochen versprach Koch auch ein oder zwei Sprechstunden im Bauerbacher Bürgerhaus.

Vor der Inbetriebnahme werden keine Bestellungen aufgenommen, damit kein Haushalt plötzlich ohne Telefon und Internet dastünde. Für den Service sowie Installation der Glasfasermodems habe man die Firma Krieg und Schmidt aus Cölbe gefunden, die sich im Störungsfall auch um die gemieteten Fritz-Boxen kümmern werde.

In einem weiteren Tagespunkt beschloss der Bauerbacher Ortsbeirat wegen der Nominierung von Johanna Seelig für den Vorsitz des Ortsgerichts IV sich der Beschwerde des Ortsbeirates Schröck (die OP berichtete) mit einem eigenen Einspruch anzuschließen. Bauerbach hatte sich wie Schröck für den langjährigen Stellvertreter Karl-Ludwig Kraus ausgesprochen.

Zur erneuten Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ sprach Margot Schneider vom Fachdienst Ländlicher Raum. Neben den allgemeinen Erläuterungen zum Wettbewerb wies sie darauf hin, dass auch die Teilnahme vor drei Jahren mit in die Bewerbung einfließe. Es werde bewertet, was seitdem getan und erreicht wurde. Daher schlug sie vor, das Protokoll von damals für die erneute Bewerbung zu Rate zu ziehen.

Gegen Ende der Sitzung rief der stellvertretende Ortvorsteher Johannes Hühn zur Teilnahme an der Aktion „Sauberhafter Frühling“ auf, die am 5. April stattfindet. Dabei wurde auch das Problem von Müll an den Straßenrändern angesprochen. Die Idee, die Jugendlichen und die Vereine im Dorf bei diesem Thema stärker miteinzubinden, wurde positiv angenommen.

von Mareike Bader

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