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Ehrung für "Ikonedes Handwerks"

Bundesverdienstkreuz Ehrung für "Ikonedes Handwerks"

„Ich habe diese hohe Auszeichnung nie erwartet“, gestand Reinhard Nau. Gemeinsam mit seiner Familie, die samt Enkelkindern in den Historischen Saal des Marburger Rathauses kam, freute er sich über die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes.

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Oberbürgermeister Egon Vaupel (rechts) überreichte Reinhard Nau im Historischen Rathaussaal die Urkunde und dessen Frau Rita einen Blumenstrauß.

Quelle: Tina Eppler/Stadt Marburg

Schröck. Nau engagierte sich in seiner Freizeit ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen. „Ich habe noch nie jemanden geehrt, der in so einem breiten Spektrum tätig ist“, sagte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) und stellte fest: „Für ihn ist das Gemeinwesen ganz wichtig gewesen.“

1952 im Marburger Stadtteil Schröck geboren, wohnt Nau bis heute dort. Seine Verbindung zu Schröck zeigt sich in seiner mehr als 50-jährigen Mitgliedschaft im FSV 1921, bei dem er verschiedene Positionen einnahm: vom aktiven Spieler bis hin zum ersten Vorstand. „Der Sportkreis ist stolz auf Dich“, sagte der Vorsitzende des Sportkreises Marburg-Biedenkopf Jürgen Hertlein.

Neben dem Sport arbeitete Nau auch in der Kommunalpolitik. 15 Jahre lang, von 1974 bis 1989, setzte er sich als stellvertretender Ortsvorsteher in Schröck für die Belange der Bürger ein. Seit 2006 ist er zudem Mitglied des Verwaltungsrates der Katholischen Kirche St. Michael und St. Elisabeth.

Henner Auffahrt, Ehrenamtsbeauftragter des Deutschen Fußballbundes, Hessischen Fußball-Verbandes und des Kreisfußball-Ausschusses Marburg hatte Nau für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. „Die Prüfung hat nicht allzu lange gedauert“, sagte Vaupel. Nau sei nicht nur eine „Erleuchtung des FSV 1921 Schröck“ gewesen, sondern auch „Ikone des Handwerks in Hessen und Marburg“ lobte Auffahrt.

Von 2000 bis 2006 war Nau stellvertretender Kreishandwerksmeister und von 2003 bis 2006 Obermeister der Tischler-Innung Marburg. Seit 2000 vertritt er die Interessen seiner Berufskollegen im Landesvorstand des Landesinnungsverbands für das hessische Tischlerhandwerk. Darüber setzt Nau sich auch für die Umwelt ein und initiierte die Gemeinschaft der „Umwelt-Tischler“ in Hessen.

Neben der Arbeit als Tischlermeister war Nau auch Hilfsschöffe der Strafkammer und ehrenamtlicher Richter am Arbeitsgericht Marburg und ist dies bis heute am Gießener Arbeitsgericht.

von Lisa Scholz

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