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Ehrenamtler im Dienste der christlichen Nächstenliebe

Abschied bei den Maltesern Ehrenamtler im Dienste der christlichen Nächstenliebe

20 Jahre lang war Hans Gottschlich Kreisbeauftragter der Malteser in Marburg. Am Samstag wurde er zusammen mit seinem Vertreter Gert Veer beim Sommerfest der Malteser in Marburg feierlich verabschiedet.

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Hans Gottschlich (links) und sein Stellvertreter Gert Veer bei ihrer Verabschiedung.

Quelle: Benjamin Kaiser

Marburg. Es ist rund 900 Jahre her, als sich im Laufe der Kreuzzüge der Johanniterorden in Jerusalem gründete, aus dem im 16. Jahrhundert der Malteserorden hervorging. Über die Geschichte des Ordens weiß Hans Gottschlich gut Bescheid. Schließlich war er 20 Jahre lang Kreisbeauftragter des Malteser Hilfsdienstes: „Es war bereits zur Zeit der Kreuzzüge die Aufgabe des Ordens, Menschen mit Krankenpflege und Versorgung zu helfen.“

1953 gründete sich dann der vom Orden gegründete Malteser Hilfsdienst, der 1976 auch in Marburg Fuß fasste. Diese katholische Hilfsorganisation ist heute eine feste Größe im Spektrum karikativer Organisationen in Marburg - vor allem Gottschlichs Verdienst. Ab 1996 fungierte er als Kreisbeauftragter. Seit 2005 ist der frühere Schulleiter der Stiftsschule in Amöneburg pensioniert. Sein Amt bei den Maltesern gab der heute 76-Jährige nicht auf.

Fähige Leute ins Boot zu holen, um den Hilfsdienst zu stärken, beherzigte Gottschlich. 2004 überredete er Gert Veer, einen befreundeten Rechtsanwalt, als sein Stellvertreter zu fungieren. Auch Veer wurde am Samstag feierlich verabschiedet. „Unverzichtbar“ nannte Gottschlich seinen Weggefährten.

"Die Ehre ist der Tugend Lohn"

Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin, Präsident des Malteser Hilfsdienstes, führte die 90 Teilnehmer mit einer ordentlichen Portion Humor durchs Rahmenprogramm des Sommerfestes, das im Garten der Geschäftsstelle Schützenstraße des Hilfsdienstes stattfand. „In einer Zeit, in der Glaube immer mehr abnimmt, haben Sie im Ehrenamt gezeigt, was christliche Nächstenliebe bedeutet“, richtete der Präsident sich an Gottschlich und ehrte ihn mit der goldenen Verdienstmedaille der Malteser.

Anwesend war auch Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD), der Gottschlichs Verdienste mit seinem „Lieblingszitat“ des Philosophen Cicero würdigte: „Die Ehre ist der Tugend Lohn.“

Die karikative Unterstützung all derjenigen hat sich der Hilfsdienst auf die Fahne geschrieben. Ein Credo, das sich in Form der vielfältigen Tätigkeiten und Angebote der Malteser in Marburg äußert: ein häuslicher Notruf, Essen auf Rädern, Betreuung für Demenzkranke, Ausbildung von Hospizbegleitern für den Hospizdienst, bei dem schwerstkranke Menschen seelisch betreut werden. Vor allem um den Hospizdienst machte sich Gottschlich verdient.

Dem Hilfsdienst wird er weiterhin als stellvertretender Leiter des Beirats zur Verfügung stehen. Ein Nachfolger als Kreisbeauftragter steht noch nicht parat.

von Benjamin Kaiser

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