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Ehrenamt am Schraubenschlüssel

25 Jahre Polizei-Motorsport-Club Ehrenamt am Schraubenschlüssel

Zur Feier des 25-jährigen Bestehens des Polizei-Motorsport-Clubs Marburg brachte Hessens Innenminister Beuth eine schöne Überraschung mit

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Innenminister Peter Beuth (rechts) verzichtete auf Umschläge oder Ehrentafeln und überließ dem Motorsport-Club dafür das erste Dienstmotorrad japanischer Bauart, das in Deutschland im Einsatz war. Oberbürgermeister Egon Vaupel (links) und Hans-Heinrich Menche nahmen das Geschenk freudig entgegen. Mittlerweile umfasst der Fuhrpark des Motorsport-Clubs über 80 Fahrzeuge, darunter auch der Liebling des Oberbürgermeisters, eine Isar-12

Quelle: Marcus Hergenhan

Marburg. Mit acht fleißigen Polizeibeamten und einer Hand voll Motorräder hatte es 1990 angefangen, Marburg bekam einen eigenen Motorsport-Club. „Zu Beginn wurde das von den Obrigkeiten durchaus kritisch gesehen, immerhin gab es einen solchen Club ja schon in Kassel. Auch die Entwicklung unserer Unterbringung bis hier, zum ehemaligen Militärgelände, war alles andere als einfach. Dafür noch einmal vielen Dank an Dietrich Möller“, so Hans-Heinrich Menche im Rahmen der Jubiläumsfeier am vergangenen Samstag.

Menche war einer dieser ersten acht und ist bis heute Chef des Clubs - da ist es nicht verwunderlich, dass er zu denen gehörte, bei denen sich Oberbürgermeister Egon Vaupel in seiner Ansprache besonders bedankte. „Neben Hans-Heinrich Menche möchte ich aber auch an den damaligen Innenminister Dr. Herbert Günther erinnern, der diesem Club in seinen ersten Jahren enorm geholfen hat und an Herrn Dr. Reinfried Pohl. Beide waren Zeit ihres Lebens große Unterstützer und haben dieses Juwel in Marburg erst ermöglicht“, bemerkte Vaupel.

Innenminister Peter Beuth führte die Tradition seiner Vorgänger fort und beschenkte den Club mit einer makellos gepflegten Yamaha FJR 1300 A. Dieses rund 140 PS starke Geschoss zählte zu den ersten ausländischen Zweirädern im Polizeidienst. „Es ist in der Tat ein ganz besonderes Motorrad, denn seinen ersten Einsatz hatte es als Geleitschutz für den Dalai Lama“, erklärte Beuth.

Bis heute werden die rüstigen Dienstfahrzeuge nicht nur an den Tagen der offenen Tür, sondern auch als Requisiten genutzt, etwa wenn eine Rückblende in der Fernseh-Krimireihe „Tatort“ zu sehen ist.

Neben der eifrigen Bemühung um Geld und Sachspenden ist es vor allem der ehrenamtliche Einsatz am Schraubenschlüssel, der den Motorsport-Club auszeichnet. „Jeder, der einmal einen völlig desolaten Oldtimer originalgetreu wieder aufgebaut hat weiß, wie viel Herzblut da drin steckt“, so Vaupel.

Von Marcus Hergenhan

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