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Ehemaliger Stadtrat stirbt mit 73 Jahren

Jürgen Gotthold Ehemaliger Stadtrat stirbt mit 73 Jahren

Professor und Politiker: Jürgen Gotthold war beides in einem.

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Der ehemalige Stadtrat Professor Jürgen Gotthold.

Quelle: Archiv

Marburg. Der langjährige Baudezernent und Stadtrat der Stadt Marburg verstarb am vergangenen Sonntag im Alter von 73 Jahren. Der gebürtige Berliner war von 1985 bis 1997 in Marburg SPD-Vertreter im hauptamtlichen Magistrat. Danach nominierte seine Partei Egon Vaupel als seinen Nachfolger. Vaupel nahm Gottholds Platz im Magistrat an, kandidierte dann zunächst erfolglos für den Posten des Oberbürgermeisters bis ihm dies schließlich im zweiten Anlauf gelang.

Als „Möller-Gotthold-Modell“ wird auch heute in kommunalpolitischen Debatten die Zusammenarbeit Gottholds mit dem CDU-Oberbürgermeister Dietrich Möller im hauptamtlichen Magistrat erwähnt. Und noch etwas hat der langjährige Baudezernent hinterlassen: Die „Gotthold-Schwellen“ im Südviertel, die als Erhebungen an Straßenkreuzungen den Straßenverkehr verlangsamen sollten. Aufgewachsen war Gotthold in Kassel, wo er auch sein Abitur ablegte. Dann begann seine „Marburger Zeit“. Denn er startete 1962 sein Studium der Rechtswissenschaften in Marburg, das er mit der Promotion abschloss. Auch die Diplomprüfung für Volkswirte schloss er ab. Referent für Stadtentwicklungsplanung (von 1973 bis 1978) sowie Professor an der Universität Bremen (von 1979 bis 1985) waren weitere Stationen seiner Karriere, bevor der Sozialdemokrat Baudezernent wurde.

Nachdem er den Platz im Magistrat räumen musste, arbeitete er als Anwalt für Baurecht und begleitete dabei unter anderem den Neubau des Frankfurter Waldstadions.

In die Marburger Kommunalpolitik mischte er sich aber bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr ein.

So erhob er noch einmal vor rund zehn Jahren seine Stimme, als es um die Campus-Planungen ging. Dabei plädierte Gotthold für die Beibehaltung der geisteswissenschaftlichen Türme an der Stadtautobahn und gegen die Verlagerung in den Campus Firmanei rund um die Elisabethkirche.

von Manfred Hitzeroth

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