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Egon Vaupel soll Marburger Ehrenbürger werden

Stadtparlament Egon Vaupel soll Marburger Ehrenbürger werden

Einstimmig ist das Marburger Stadtparlament dafür, dem noch amtierenden Oberbürger­meister Egon Vaupel (SPD) die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

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Oberbürgermeister Egon Vaupel soll Ende November zum Marburger Ehrenbürger ernannt werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Am Ende der Parlaments-Sitzung am Freitag stand noch der Punkt „Verleihung der Ehrenbürgerrechte der Universitätsstadt Marburg an Oberbürgermeister Egon Vaupel“ auf der Tagesordnung. Dabei herrschte große Einmütigkeit aller Abgeordneten, und deswegen wurde auf eine Debatte verzichtet. Einziger Redner war Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (SPD), der den Antrag begründete.

Nach dem einstimmigen Votum der Parlamentarier steht jetzt die Verleihung der Ehrenbürgerwürde unmittelbar bevor. In der Sitzung am 20. November nimmt Vaupel zum letzten Mal in seiner Funktion als OB am Stadtparlament teil, am 30. November folgt dann in einem Festakt in der Georg-Gaßmann-Halle seine offizielle Verabschiedung als Rathauschef.

Der frühere Oberbürgermeister Georg Gaßmann (SPD) war übrigens 1971 der erste prominente Marburger Kommunalpolitiker, der nach den damals leicht geänderten Bestimmungen der Hauptsatzung Ehrenbürger wurde. Besondere Verdienste um das Wohl der Stadt Marburg sind demnach das Hauptkriterium. 1977 wurde Ex-Bundesjustizminister Gerhard Jahn zum Ehrenbürger ernannt.

„Nah bei den Menschen“

Es folgten 1992 der langjährige Oberbürgermeister Dr. Hanno Drechsler (SPD) sowie im Jahr 2005 Vaupels Amtsvorgänger Dietrich Möller.

Daran anschließend wurden auch Nicht-Politiker wieder zu Marburger Ehrenbürgern: Dr. Reinfried Pohl (2006), Professor Hans-Gerhard Schwick (2008), Schwester Edith Ludwig (2008) und Amnon Orbach (2014).

Ende November wird nun wieder ein Kommunalpolitiker auf diese Weise geehrt. „Egon Vaupel lebt seine Funktion als Oberbürgermeister in der Universitätsstadt Marburg“, sagte Stadtverordnetenvorsteher Löwer. Zentraler Mittelpunkt seines Handelns sei es stets gewesen, nah bei den Menschen zu sein und die Bürger mit ihren Alltagssorgen, Nöten und Problemen ernst zu nehmen. Er habe die Marburger in schwierigen Situationen nicht allein ­gelassen und ihnen praktische Hilfe vermittelt, wo immer es möglich gewesen sei.

In Vaupels Amtszeit seien unter anderem der Bahnhofsumbau verwirklicht und der Campus Firmanei der Universität auf den Weg gebracht worden, sagte Löwer. Vaupel habe das „Bündnis für Familie“ und den „Runden Tisch für Integration“ gegründet. Mit seinem Bekenntnis zu Toleranz habe er das Amt des Oberbürgermeisters nachhaltig geprägt.

von Manfred Hitzeroth

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