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Durch die Wand im Kopf

Marburger Bildungsfest Durch die Wand im Kopf

Das neunte Marburger Bildungsfest bietet ein buntes Programm für Alt und Jung.

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Die Organisationsgruppe ließ sich die Vorfreude auf das Bildungsfest trotz des Regenwetters nicht nehmen.

Quelle: Muriel Kalisch

Marburg. Mit dem Wetter hatte die Organisationsgruppe des Bildungsfestes bisher kein Glück – während des Aufbaus regnete es in Strömen. Trotzdem sind die Studierenden guter Dinge: „Am Wochenende soll auf jeden Fall die Sonne scheinen“, erklärt Matthias, der schon die letzten Feste mitorganisierte.  

„Durch die Wand im Kopf“, ist das Motto des diesjährigen Bildungsfestes, bei dem den Besuchern eine bunte Mischung verschiedenster Workshops, Ausstellungen und Diskussionen geboten wird. Sie sollen den Besuchern helfen, sich für einen Perspektivwechsel in Bildungsfragen zu öffnen, die eigenen eingefahren Denkmuster zu erkennen und zu überdenken, erklärt Jenny, eine der Organisatorinnen.  

Die Idee zu der Veranstaltung, die Aspekte der Bildung mit der Unbeschwertheit eines Festes vereinen soll, entstand im Jahr 2007 im Dialog zwischen Studierenden und dem Dozenten der Philipps-Universität, Hartmut Bölts. Der Erziehungswissenschaftler bietet seit einigen Jahren Seminare zur Bildung einer nachhaltigen Entwicklung an.

Konflikt zwischen Öff-Öff-Anhängern und Organisatoren vor Festeröffnung neu aufgeflammt

An der Organisation beteiligten sich auch in diesem Jahr hauptsächlich Studierende, aber auch Ehemalige, die schon das ein oder andere Bildungsfest mitorganisiert haben. Insgesamt zehn Studenten und Studentinnen umfasste das diesjährige Organisationsteam.  Doch das Bildungsfest, so sind sich die Beteiligten einig, lebe vielmehr von den Menschen, die es besuchen und sich selber dort einbringen.

Den ganzen Tag an den Ständen zu finden sind Mitglieder von Amnesty International, dem Gießener Hanflabyrinth oder von der Marburger Hochschulgruppe „Studieren ohne Grenzen“. Dazu kommt ein täglich wechselndes Programm, bei dem die Besucher zum Mitmachen angeregt werden: ob bei der veganen Kinderküche, einem Jam-Zelt mit dazugehörigem Songwriting Workshop oder einer Einführung in das Konzept der Plansprache „Esperanto“ – die Studierenden sorgen dafür, dass jeder auf seine Kosten kommt.

Offiziell eröffnet wird das Bildungsfest heute um 18 Uhr durch das Organisationsteam mit anschließender Livemusik, welche in das Kulturprogramm der folgenden Tage einstimmen soll.
Im Vorfeld des diesjährigen Bildungsfestes kam der Konflikt zwischen Öff-Öff-Anhängern und Fest-Organisatoren erneut auf. Aussteiger Jürgen Wagner alias „Öff Öff“ wurde vor drei Jahren wegen dem Vorwurf sexueller Belästigung vom Fest ausgeschlossen. Vereine, die Wagner nahestehen, haben sich für die Veranstaltung auf den Lahnwiesen angemeldet, wurden vom Organisationsteam aber erneut ausgeschlossen. Man „wünscht weiterhin und zukünftig keine Zusammenarbeit mit einer der Gruppen“, heißt es im E-Mail-Verkehr, der der OP vorliegt.

von Muriel Kalisch und Björn Wisker

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