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Dunkle Geheimnisse der Oberstadt

Verborgene Geschichte Dunkle Geheimnisse der Oberstadt

Versteckt, verhaftet, verführt: Geheimnisvoll kündigt sich die Nacht der verborgenen Geschichte an. Am 26. und 27. September lockt die nächtliche Veranstaltung mehr als 1200 Teilnehmer an insgesamt 12 Orte.

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Der Weinkeller am Schlossberg ist eine Station (großes Foto). Die Organisatoren (kleines Foto von links): Willi Hütig und Lisa-Marie Jahn (Hotelfachschule), Klaus Hövel und Doris Autzen (MTM), Schauspieler Matze Schmidt und Gästeführerin Constanze Kirschenmann) stellten das Konzept im Pressegespräch vor. Fotos: MTM (2), Ina Tannert

Marburg. Ende September lassen sich rund 1200 Stadtbürger entführen, freiwillig. Sie werden sich in die kundigen Hände von über 30 Marburger Gästeführern begeben, um gemeinsam die verborgenen Geheimnisse der Marburger Altstadt zu erkunden. Zum mittlerweile dritten Mal findet die „Nacht der verborgenen Geschichte“ statt.

Dieses Mal warten insgesamt 12 neue, geheimnisvolle Orte auf ihre Entdeckung. Wo genau die zweieinhalbstündige Reise pro Tour hingeht, wird nicht verraten. Die sagenumwobenen Führungen locken einzig mit den Titeln: „Von dienendem Volk und kriminellen Machenschaften“, „Von ruhelosen Gelehrten und geisternden Tagelöhnern“ und „Von gottesfürchtigen Erdenbürgern und feiernden Gesellschaften“. Veranstalter der nächtlichen Entdeckungstouren sind die Marburger Tourismus und Marketing GmbH (MTM) sowie der Arbeitskreis der Marburger Gästeführer. Unterstützt werden diese von der Stadt, der Marburger Hotelfachschule, der Waggonhalle und zahlreichen anderen städtischen Unternehmen und Organisationen.

Nicht nur die sagenumwobenen Gebäude, Räume und Plätze, auch die Wegstrecken sind eher ungewöhnlich. „Es sind keine typischen Strecken. Auch die geheimnisvollen, teils dunklen, kalten und zugigen Orte sind spannend und den meisten Marburgern nicht bekannt“, verspricht Doris Autzen von der MTM ein außergewöhnliches Erlebnis.

Stadt aus anderer Perspektive sehen

Für 24 Euro beziehungsweise 19 Euro haben die Teilnehmer die Möglichkeit, ihre Stadt aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Sie erwarten versteckte und der Öffentlichkeit nicht zugängliche Orte, teilte Klaus Hövel, MTM-Geschäftsführer mit. Dort erwartet die entdeckungsfreudigen Gäste neben verborgenen Orten aus dem 13. bis 20. Jahrhundert, ebenfalls unterhaltsames, auf das jeweilige Geheimnis abgestimmte Schauspiel, kulinarische Verköstigung sowie effektvolle Beleuchtung an mehreren Zwischenstationen, versprechen die Veranstalter.

„Marburg hat viel zu bieten in diesem Bereich und ist momentan bei Touristen so beliebt wie nie zuvor“, betonte Hövel. Die Geschichtsnacht ist ein organisatorisches Mammutprojekt, 35 Gästeführer werden in insgesamt 48 Führungen die Besuchermassen kreuz und quer durch die Oberstadt geleiten, 600 Teilnehmer pro Abend.

Die Nacht der verborgenen Geschichte findet am 26. und 27. September jeweils zwischen 18 Uhr und Mitternacht statt. Jede halbe Stunde soll eine neue 25-köpfige Gruppe von der Elisabethkirche aus in Richtung Oberstadt starten. In drei unterschiedlichen Touren werden je vier verschiedene historische Orte aufgesucht. Eine Führung dauert gut zweieinhalb Stunden. Es gibt nur noch ganz wenige Restkarten bei der MTM zu ergattern. Festes Schuhwerk und genügend Ausdauer zur Überwindung der rund 100 Höhenmetern sind erforderlich.

von Ina Tannert

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