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Drohne hält Bauerbacher in Atem

Unbemanntes Flugobjekt Drohne hält Bauerbacher in Atem

„Wir waren erschrocken“, sagte Jeanette Heide. Als die Tagesmutter mit ihren Kindern in den Garten gehen wollte, flog eine Drohne über das Grundstück.

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Jeanette Heide fotografierte diese Drohne in Bauerbach.

Bauerbach. „Die Kinder waren ganz aufgeregt“, so Heide, und auch in der Nachbarschaft sorgte das Fluggerät für Aufruhr. Ein Student habe berichtet, dass die Drohne direkt an seinem Fenster vorbeigeflogen sei.

„Man konnte deutlich sehen, dass eine Kamera an der Drohne befestigt war. Jetzt sorgen sich natürlich viele, schließlich ist Urlaubszeit“, befürchtet Heide, schließlich könnten im schlimmsten Fall Einbrecher das Flugobjekt nutzen, um Diebstähle vorzubereiten. Aus diesem Grund wandte sich Heide an die Polizei, die jedoch nur dann zuständig ist, wenn wirklich eine Straftat passieren würde, wie Sprecher Jürgen Schlick sagte. Wer die Drohne steuerte, ist bisher unbekannt.

Erlaubnis von Landesluftfahrbehörde nötig

Generell braucht man für den Einsatz von unbemannten Luftfahrtgeräten, die umgangssprachlich als Drohnen bezeichnet werden, eine Erlaubnis der Landesluftfahrtbehörde. Wiegt die Drohne weniger als fünf Kilogramm, kann eine allgemeine Erlaubnis ausgestellt werden, sodass nicht jeder Flug einzeln angemeldet werden muss. Beim Flug muss das Gerät in der Sichtweite des Steuerers bleiben, was etwa einer Maximalentfernung von 200 bis 300 Metern entspricht.

Die Flughöhe ist auf 100 Meter begrenzt. Eine Drohne darf keine Menschenansammlungen, Einsatzorte der Polizei, militärische Anlagen, Industrieanlagen oder Kraftwerke überfliegen. Experten gehen davon aus, dass der Überflug von privaten Grundstücken durch den Besitzer verboten werden kann, auch wenn es derzeit noch keine gerichtlichen Urteile zu dieser speziellen Problematik gibt. In jedem Fall gilt bei Aufnahmen, die mit Hilfe der Drohne gemacht werden, das Recht am eigenen Bild. Eine Veröffentlichung oder Weitergabe der Aufnahme ist damit nur mit der Einwilligung der abgebildeten Personen erlaubt. Bilder von Privatleuten auf Privatgrundstücken dürfen nicht gemacht werden.

von Andreas Arlt

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