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Dreihäuser „Fußball-Ikone“erhält Verdienstmedaille

Otmar Weber Dreihäuser „Fußball-Ikone“erhält Verdienstmedaille

Für herausragendes Engagement im Vereinsfußball, für das Handwerk und die Gesellschaft erhielt Otmar Weber am Dienstag die Bundesverdienstmedaille als höchste deutsche Auszeichnung.

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Landrätin Kirsten Fründt und der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer (rechts) verliehen dem Ehrengast Otmar Weber am Dienstag die Bundesverdienstmedaille für herausragendes ehrenamtliches Engagement in Handwerk und Sport.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Zahlreiche Mitarbeiter der Kreisverwaltung, des hessischen Finanzministeriums, Vertreter der Gemeinden Lahntal und Ebsdorfergrund sowie des deutschen, hessischen und Marburger Fußballverbandes nahmen an der Feier im Landratsamt zu Ehren von Otmar Weber teil.

Gemeinsam mit Landrätin Kirsten Fründt verlieh der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer dem Ehrengast die Bundesverdienstmedaille. „Sie haben sich diese Ehre mehr als verdient“, lobte Schäfer. Ehrenamt sei viel Amt und wenig Ehre, daher sei es umso wichtiger die Menschen, die sich als das „Rückgrat der Gesellschaft“ ehrenamtlich engagieren zu würdigen, betonte der Staatsminister. Der Ehrengast habe mit seinem jahrzehntelangen Einsatz für ein reges und zukunftsfähiges Vereinsleben gesorgt.

„Heute würdigen wir eine außergewöhnliche Leistung“, betonte auch Landrätin Kirsten Fründt. Otmar Weber habe sich viele Jahre nicht nur kompetent in die Vorstandsarbeit des TSV Dreihausen eingebracht, sondern sich ebenfalls stark für das Handwerk engagiert.

Otmar Weber wurde 1940 geboren und stammt aus Lahntal-Sterzhausen. Nach seiner Schulzeit absolvierte er eine Ausbildung zum Elektriker, legte 1971 die Meisterprüfung ab. In seinem Beruf war er bis zu seinem Ruhestand 2005 in verschiedenen Firmen im Landkreis tätig. Über ein normales berufliches Engagement hinaus setzte er sich jahrzehntelang für sein Handwerk ein, war von 1972 bis 2008 bei der Handwerkskammer Kassel in verschiedenen Ausschüssen tätig.

Engagiert im Verein, im Einsatz für die Gesellschaft

Weber war nicht nur seiner Heimatgemeinde Lahntal verbunden, sondern ebenfalls dem Ebsdorfer Grund. Seine zweite große Leidenschaft und Lebensaufgabe ist der Vereinsfußball. Seit seiner Jugend ist er Mitglied im VfL Dreihausen, war lange Zeit im Vorstand tätig und fast 25 Jahre erster Vorsitzender. Im vergangenen Jahr ernannte ihn der Verein zum Ehrenvorsitzenden.

Unter seiner Leitung führte er über die Jahre zahlreiche infrastrukturelle Verbesserungen ein, machte sich für eine intensive Jugendarbeit stark und wirkte ehrenamtlich an verschiedenen Umbaumarbeiten der Dreihäuser Turnhalle, des Sportplatzes und des Vereinsheims mit. Daneben war er ebenfalls an verschiedenen Baumaßnahmen der Gemeinde beteiligt, übernahm unentgeltlich Umbau- und Elektroinstallationen in zahlreichen Gebäuden des Ortes wie der Mehrzweckhalle, dem Pfarrhaus oder der Landes- sowie der Luther-Kirche. „Sie waren immer mit Herz und Liebe für die Menschen und den Verein da, dem sie jahrzehntelang ein Gesicht und eine Richtung gaben“, lobte Landrätin Fründt den Ehrengast.

Für seinen langjährigen freiwilligen Dienst an der Gesellschaft erhielt Otmar Weber bereits zahlreiche staatliche und sportliche Auszeichnungen, im Jahr 2004 den Ehrenbrief des Landes Hessen. Die diesjährige Verleihung der Bundesverdienstmedaille hatte Karl-Heinrich Auffarth, Ehrenbeauftragter des Deutschen Fußballbundes, angeregt. „Sie sind einfach eine Ikone des Fußballs in Dreihausen“, gratulierte Auffarth.

Mit der höchsten Ordensstufe wurde Weber die größte Auszeichnung für ehrenamtliches Engagement der Bundesrepublik Deutschland verliehen. „Mein Handwerk und der Verein waren immer und sind mein Leben. Diese Auszeichnung bedeutet mir wirklich sehr viel“, sagte Weber gerührt bei allen Anwesenden.

von Ina Tannert

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