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Drei einfache Regeln, die das Herz schützen

Bürgervorlesung Drei einfache Regeln, die das Herz schützen

Herzanfälle sind wohl ­eine der schlimmsten ­Leiden, die einen befallen können, berichten Patienten immer wieder.

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Im gut gefüllten Hörsaal referierte der Marburger Kardiologe Professor Bernhard Schieffer zu ­Herzrhythmusstörungen.Foto: Yves Bellinghausen

Marburg. Das Gefühl, dass sich ein Band um das zentralste Organ des Körpers legt und es hemmt, wünscht man keinem. Dennoch gehören Herzrhythmusstörungen zum Alltag in Deutschland.

Auch deshalb widmete sich die Bürgervorlesung von UKGM und Fachbereich Medizin am vergangenen Mittwoch dem Thema. Immerhin 41 Prozent der Todesfälle in Deutschland sind auf das Herz-Kreislauf-System zurückzuführen, rechnet der Marburger Kardiologe Professor Bernhard Schieffer den Zuhörern im gut gefüllten Vorlesungsaal vor.

Dass das Publikum im Durchschnitt eher betagt war, lag wohl auch daran, dass die Herzleiden mit höherem Alter deutlich zunehmen. „Mit den Baby- Boomern rollt da eine gewaltige Welle alter Menschen auf die Gesellschaft zu“, sagt Schieffer. Die Probleme von Herzrhythmusstörungen werden also in Zukunft immer relevanter werden.

Erschwert wird die Problematik rund um Herzrhythmusstörungen durch uneindeutige Symptome. Manche schwerwiegenden Störungen machen sich kaum oder gar nicht bemerkbar. Harmlose Störungen des Rhythmus dagegen können bei manchen Betroffenen erhebliche Schmerzen auslösen. Im Zweifelsfall sollten Betroffene trotzdem lieber einen Arzt konsultieren, rät Schieffer.

„Um das Herz-Kreislauf-System in Takt zu halten, gibt es eigentlich drei einfache Regeln, die man beachten sollte“, sagte er, „man sollte Übergewicht und Stress vermeiden. Am wichtigsten aber ist Bewegung“.

UKGM und Fachbereich Medizin bieten die Bürgervorlesung seit Anfang dieses Semesters nach mehrjähriger Pause wieder an. Ziel ist es, einem nicht-wissenschaftlichen Publikum Themen aus dem Fachbereich Medizin näher zu bringen. „Wir wollen den Leuten in der Stadt zeigen, was wir da oben auf den Lahnbergen machen“, sagt der Ärztliche Direktor des UKGM, Professor Harald Renz. Interessierte können die Vorlesung im universitären Hörsaalgebäude kostenlos und ohne Voranmeldung besuchen.

von Yves Bellinghausen

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