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Drei Prozent der erfassten Autos sind zu schnell

Blitzermarathon-Bilanz Drei Prozent der erfassten Autos sind zu schnell

Fast 15.400 Fahrzeuge wurden innerhalb des 24-Stunden-Blitzermarathons an 16 mobilen Stationen erfasst. Nur 467 von ihnen lösten die Kameras auch aus.

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An 16 Stationen im Landkreis und in der Stadt Marburg, wie hier am Ortenberg, wurden innerhalb von 24 Stunden insgesamt 15.397 Fahrzeuge erfasst.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Das klingt doch schon mal positiv: Nur drei Prozent der erfassten Autos wurden während der Aktionszeit zwischen Donnerstag 6 Uhr und Freitag 6 Uhr von ihren Fahrern schneller als erlaubt bewegt. Der überwiegende Teil dieser Fahrzeuglenker, genau 449, muss sich jetzt auch nicht als notorischer Raser bezeichnen lassen.

Diese 449 „lösten“ nämlich nur ein Verwarnungsgeld von bis zu maximal 30 Euro. Nur 18 müssen etwas tiefer in die Tasche greifen und nicht nur ein Bußgeld zahlen, sondern auch noch Punkte in Flensburg anschreiben lassen. Immerhin, keiner der angehaltenen Fahrer stand unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.

Im Landkreis musste niemand seinen „Lappen“ abgeben

Und niemand war so schnell unterwegs, dass er seinen „Lappen“, wie es so schön heißt, abgeben musste. Die spektakulären Ausreiser blieben also komplett aus. Also dieses Mal keine Schlagzeilen über Raser und Uneinsichtige, sondern die erfreuliche Botschaft, dass sich gegenüber der Aktion 2015 ein Trend in die richtige Richtung ergeben hat. Vor gut einem Jahr wurden an damals 20 Messstellen 472 Fahrzeuge geblitzt, also praktisch genauso viele wie in diesem Jahr. Auch mussten die meisten nur Verwarnungsgelder zahlen. Allein die Zahl der deutlich Schnelleren wurde mit 36 angegeben. Diese Zahl wurde also halbiert.

Ob sich unter den dieses Mal erfassten 18 wieder welche befunden haben, die schon letztes Jahr dabei waren, ist nicht bekannt. Egal, Polizeisprecher Martin Ahlich beschränkt sich darauf, auf die Zielsetzung hinzuweisen. „Wir wollen eigentlich möglichst wenige bis niemanden blitzen.“ Denn es gehe schließlich darum, dass die Autofahrer sich bewusster nach den erlaubten Geschwindigkeiten richten. So erhöhen sie dann automatisch auch die Sicherheit im Straßenverkehr.“

In Mittelhessen werden 50 Führerscheine abgegeben

Die Halbierung der Schnellfahrer mit Bußgeld ist in realen Zahlen schön, doch der Gesamtanteil der Ertappten war 2015 tatsächlich noch etwas geringer als dieses Mal. Damals wurden nämlich 17.315 Fahrzeuge in den 24 Stunden an den Messstellen gezählt. 472 Blitze entsprechen dabei einem Anteil von 2,7 Prozent. Dafür war damals dann doch einer dabei, der so schnell war, dass er seinen Führerschein für vier Wochen abgeben musste.

Und jetzt doch noch ein kleiner Hammer: In Mittelhessen, dazu gehören neben dem hiesigen Landkreis noch der Landkreis Gießen, der Wetteraukreis und der Lahn-Dill-Kreis) wurden dieses Mal insgesamt 339 Autofahrer geblitzt, die Bußgelder entrichten müssen und Punkte erhalten. Und: 50 Temposünder müssen für mindestens vier Wochen auf ihren Führerschein verzichten – davon wurde keiner im Landkreis Marburg-Biedenkopf geblitzt. Ist doch auch sehr schön.

von Götz Schaub

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