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Drei Mal die höchste Ehre

Feuerwehr Drei Mal die höchste Ehre

Viele Menschen engagieren sich jahrzehntelang in ihrer Feuerwehr, rücken im Ernstfall aus und retten Leben. Die Stadt Marburg hat das bei einem Ehrungsabend honoriert.

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Hans Findt (rechts) hat das goldene Helmschild der Stadt Marburg bekommen. Ihm gratulierten OB Dr. Thomas Spies (von links), Feuerwehrchefin Carmen Werner und seine Frau Ute. Außerdem wurde Jens Seipp (kleines Foto, rechts) als Sprecher der Ehrenamtlichen entlassen und Marc Prause zum Nachfolger ernannt.Fotos: Grähling

Marburg. Sie bringen sich in die Gesellschaft ein, in die Jugendarbeit und engagieren sich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen - und das schon seit Jahrzehnten: Rund 40 Feuerwehrkameraden hat die Stadt Marburg daher ausgezeichnet. Bei einem zentralen Ehrungsabend im Rathaus stehen dabei nicht nur die treuen Kameraden im Mittelpunkt, sondern auch deren Familien.

„Ich danke den Angehörigen, die nächtliches Alarmläuten und die Abwesenheit ihrer Partner zu Veranstaltungen der Feuerwehr so klaglos hinnehmen“, begrüßte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies zunächst die Familien der Geehrten, die er mit Blumen bedachte. Zudem zeichneten OB Spies, Feuerwehrchefin Carmen Werner und der neue Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr, Marc Prause, die engagierten Männer und Frauen aus, die sich über einen langen Zeitraum engagieren. „Ich bin stolz, dass die Stadt Marburg in der Lage ist, durch Sie den Brandschutz ehrenamtlich zu sichern“, lobte der Rathauschef und forderte die Kameraden dazu auf, ihre Ehrung „selbstbewusst entgegenzunehmen“.

Selbstbewusst und stolz nahmen dann besonders drei Männer ihre Ehrung entgegen: das Helmschild, die höchste Auszeichnung der Feuerwehren in Marburg. Helmut Löwer bekam die Auszeichnung in Bronze. Laut Werner ist er 1968 in die Jugendfeuerwehr eingetreten, wechselte mit 17 Jahren in die Einsatzabteilung und ist seit vielen Jahren Wehrführer in Ronhausen.

Jens Seipp, der auch als ehemaliger Sprecher der ehrenamtlichen Kräfte verabschiedet wurde, bekam die Ehrung in Silber. „Er ist ein Mensch, mit dem man gut streiten kann, der konstruktive und innovative Ideen hat“, sagte Werner über die Zusammenarbeit mit dem neuen Wehrführer von Marburg-Mitte.

Die hohe Auszeichnung in Gold erhielt Hans Findt, der ebenfalls 1968 in die Jugendfeuerwehr eingetreten ist und 1970 in die Einsatzabteilung wechselte. Seit 27 Jahren ist er Wehrführer in Ronhausen. Er sei verlässlich, fachlich kompetent und ruhig - und werde Werner und der Feuerwehr fehlen. Denn im nächsten Jahr erreicht er das 65. Lebensjahr und kann seine Dienstzeit bei der Feuerwehr nicht mehr weiter verlängern. „Dabei macht er vielen Kameraden in Sachen Fitness einiges vor“, so Werner. Denn Findt ist immer noch tauglich als Atemschutzgeräteträger.

Ehrungen:

- Die Anerkennungsprämie des Landes Hessen erhielten für 40 Jahre in einer Einsatzabteilung Klaus Gertenbach (Cappel), Manfred Schneider (Marburg-Mitte), Wilfried Kessler (Moischt) sowie Bernd Rauch und Engelbert Schwitalla (Ronhausen). Für 30 Jahre: Norbert Zimmermann (Hermershausen) sowie Reinhard Nau und Ulrich Preis (Schröck). Für 20 Jahre: Rainer Lemmer und Björn Weise (beide Cappel) sowie Wolfgang Nacke (Marburg-Mitte). Für 10 Jahre: Anika Bingel (Cappel) sowie Christina Hoell, Arne Hofmann und Christian Schmidt (Marbach), Julian Kliebisch und Antoine Oepen (Marburg-Mitte), Tobias Kästner (Moischt), Philipp Schwarz (Wehrda) sowie Michael Groß (Wehrshausen).

- Das goldene Brandschutzehrenzeichen für mindestens 40 Jahre Mitgliedschaft erhielten Klaus Becker und Hans-Konrad Gärtner (Feuerwehr Cappel), Klaus-Dieter Bender (Elnhausen), Gerhard Gerlach (Hermershausen), Uwe Rumpf (Marbach), Klaus Faulhaber und Guido Müller (Marburg-Mitte), Bernd Rauch und Engelbert Schwitalla (Ronhausen) sowie Heribert Nau und Josef Nau (Schröck).

- Das silberne Brandschutzehrenzeichen für 25 Jahre Engagement bekamen Dr. Gero Becker und Jens Müller (Marburg-Mitte) sowie Markus Hüttenberger und Andreas Schobner (Wehrda).

von Patricia Grähling

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