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Dr. Thomas Spies führt SPD-Kandidatenliste an

Wahl zum Stadtparlament Dr. Thomas Spies führt SPD-Kandidatenliste an

Wenig Veränderungen gab es auf den vorderen Plätzen der SPD-Kandidatenliste der SPD für die Wahl des Stadtparlaments am 6. März 2016.

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Führen die SPD-Liste an: Steffen Rink (von links), Kirsten Dinnebier, Dr. Thomas Spies, Dr. Kerstin Weinbach, Heinrich Löwer.

Quelle: Till Conrad

Marburg. Spies wurde mit dem Traumergebnis von 100 Prozent der Delegierten gewählt. Auch auf dem zweiten Platz kandidiert eine hauptamtliche Politikerin, die nach Lage der Dinge wie Spies ihr Mandat in der Stadtverordnetenversammlung nicht annehmen wird: Dr. Kerstin Weinbach, die amtierende Schuldezernentin. Sie wurde mit 91,4 Prozent der Delegiertenstimmen gewählt.

Dahinter folgen auf der Liste Fraktionsvorsitzender Steffen 
Rink (95,4 Prozent), die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Kirsten Dinnebier (79,1 Prozent) und Stadtverordnetenvorsteher Heinrich Löwer (89,5 Prozent), dem Ambitionen auf einen Wechsel in den ehrenamtlichen Magistrat nach der Kommunalwahl nachgesagt werden.

Überhaupt setzt die SPD in ihrer Liste auf Tradition: Bis auf die Juso-Vorsitzende Anna Rembas (Platz 16) kandidieren auf den ersten 20 Plätzen ausschließlich Mitglieder der bisherigen SPD-Fraktion oder des Magistrats. Der Schulexperte Gerald Weidemann setzte sich in einer Kampfabstimmung mit 32:16 Stimmen deutlich gegen den Vorsitzenden des SPD-Ortsvereins Weidenhausen, Sascha Hörmann, durch.

Hingegen verdrängte Alexandra Klusmann die Stadtverordnete Johanna Seelig von Platz 30, der gleichfalls noch zum Einzug in die Stadtverordnetenversammlung reichen könnte, wenn die SPD ihr Ergebnis von 2011 (37,1 Prozent) leicht steigern sollte.

Asmah El-Shabassy in Islamischer Gemeinde aktiv

Sowohl Klusmann wie Hörmann sind Mitglied des Stadtvorstands, der den Listenvorschlag eingebracht hatte – ein Umstand, den Sabine Preisler kritisierte. Sascha Hörmann wie auch die Stadtverbandsvorsitzende Monika Biebusch wiesen die Kritik zurück. An einer Gegenkandidatur um einen Listenplatz sei nichts ehrenrühriges.

Ohnehin entscheidet der Wähler endgültig, wer ins Parlament einzieht. Durch Stimmenhäufung (Kumulieren) und Streichen von Namen kann er die Listen der Parteien verändern. Davon könnte auch Asmah El-Shabassy (Platz 44) profitieren. Sie ist in der Islamischen Gemeinde aktiv und die einzige Unorganisierte auf der Liste.

Der noch amtierende Oberbürgermeister Egon Vaupel kandidiert auf Platz 59, dem letzten Platz der 100 Namen umfassenden Liste, die auf dem Stimmzettel abgedruckt sein wird. Bei der Listenzusammenstellung gelang der SPD ein Novum: Erstmals sind auf den ersten 59 Plätzen der Liste abwechselnd Männer und Frauen geführt.

In seiner Vorstellungsrede hat der künftige Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies ausführlich begründet, warum er zur Spitzenkandidatur bereit war, obwohl er dem Stadtparlament nicht angehören wird: „Oberbürgermeister für alle zu sein heißt nicht, wertneutral zu sein“, sagte Spies. „Ich vertrete 
sozialdemokratische Werte – das heißt für die Kommunalpolitik: Ich will für ein gerechtes, weltoffenes und innovatives Marburg sorgen.“

Spies nimmt sich dabei Egon Vaupel als Vorbild: „Er hat die Bürgerinnen und Bürger zusammengeführt und ein Klima des Zusammenhalts in der Stadt geschaffen, er war Oberbürgermeister aller Marburger – aber keiner hat Zweifel gehabt, dass er Sozialdemokrat ist.“

von Till Conrad

 
Die SPD-Liste
1. Dr. Thomas Spies (53)
2. Dr. Kerstin Weinbach (47)
3. Steffen Rink (50)
4. Kirsten Dinnebier (49)
5. Heinrich Löwer (69)
6. Sonja Sell (48)
7. Ulrich Severin (63)
8. Marianne Wölk (53)
9. Schaker Hussein (34)
10. Erika Lotz-Halilovic (53)
11. Matthias Simon (53)
12. Marlis Sewering-Wollanek (62)
13. Jürgen Hertlein (73)
14. Ursula Schulze-Stampe (47)
15. Gerald Weidemann (47)
16. Anna Rembas (23)
17. Uwe Meyer (56)
18. Bettina Böttcher (55)
19. Dominic Dehmel (26)
20. Dagmar Daser (67)
21. Fabio Longo (40)
22. Myriam Hövel (44)
23. Thorsten Büchner (35)
24. Gabriele Leder (56)
25. Andreas Leder (31)
 
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