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Ein selbstbewusster, dynamischer Ort feiert Geburtstag

1200 Jahre Michelbach Ein selbstbewusster, dynamischer Ort feiert Geburtstag

Zum Auftakt der Festwoche 1200 Jahre Michelbach hat der Stadtteil einige Geschenke bekommen: Neben einer druckfrischen Stadtschrift gab es die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde.

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„Wir sind die Kinder von Michelbach“: Fröhlich singend eröffneten die Kita-Kinder den Festkommers.

Quelle: Patricia Graehling

Michelbach. Ihr Festwochenende haben die Michelbacher zunächst ruhig und im Gedenken eingeläutet: Am Ehrenmal gedachten sie der früheren Michelbacher. „Wer meint, ohne Rückblick auf die Vorfahren feiern zu wollen, der leugnet seine Wurzeln“, sagte Ortsvorsteher Peter Aab auf dem Friedhof.

Im Anschluss stand der Festkommers an, bei dem nicht nur die vielen Ehrengäste, die zum Feiern gekommen waren, ihre Grußworte hielten und Geschenke überbrachten. Vor allen Dingen zeigten sich die Michel­bacher Vereine - und allen voran der starke Nachwuchs des Ortsteils: Die Kinder der Kita unterhielten mit dem Lied „Wir sind die Kinder von Michelbach“ und die Drittklässler der Grundschule sangen „Europa hat für alle Platz“.

Zum Auftakt der Festwoche 1200 Jahre Michelbach hat der Stadtteil einige Geschenke bekommen: Neben einer druckfrischen Stadtschrift gab es die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde.

Der Zusammenhalt war der Schlüssel zum Erfolg der Eintracht, das ist am Mittwoch bei der Aufstiegsgala einmal mehr deutlich geworden. Rund 400 Gäste erlebten einen unterhaltsamen Abend.

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Überhaupt kam an diesem Abend oft die Sprache darauf, dass in Michelbachs wechselvoller Geschichte bis heute immer wieder Flüchtlinge und Neubürger mit offenen Armen empfangen wurden und werden. „Es gab schwere Zeiten, aber Fremden wurden immer die Türen geöffnet“, betonte Aab. Die Willkommenskultur sei eine gewachsene Struktur - und die neuen Nachbarn bereicherten den Ortsteil. Wie schwer es Neubürger aber manchmal dennoch im Ort haben können, zeigte die Theatergruppe der Feuerwehr: Die spielten, wie sich Klatsch und Tratsch an der Milchbank früher zugetragen haben könnten - natürlich auf Michelbacher Platt. Und das war nicht nur für die Neubürgerin im Theaterstück schwer zu verstehen, sondern auch für viele Gäste und Neubürger im Festzelt.

20 000 Rotschwänzchen sollen Windräder ersetzen

„Michelbach ist ohne Zweifel unser dynamischster Stadtteil“, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Er vereine Tradition und Moderne - und habe die meisten Kinder, gerechnet auf die Anzahl der Einwohner. Dabei seien die Michelbacher selbstbewusst, wenn sie etwas wollen, und nachdrücklich, wenn sie etwas nicht wollen. Die Sprache kam an diesem Abend daher öfter auf die umstrittenen Windräder und die lange geforderte Sporthalle. Als Ersatz für die Windräder hatte die Theatergruppe einen Vorschlag: Rotschwänzchen aus Holz mit beweglichen Flügeln zieren die Gärten des Stadtteils. „Wenn wir 20.000 auf die Dächer setzen, ist unser Strombedarf gedeckt“, hieß es.

Neben der druckfrischen Stadtschrift gab es an diesem Abend weitere Geschenke für den Ort: Landrätin Kirsten Fründt überreichte die Ehrenplakette des Landkreises und Regierungspräsident Dr. Christoph Ullrich brachte die Freiherr-vom-Stein-Ehrenurkunde mit.

Für Unterhaltung zwischen den Reden sorgten auch der Singkreis und der MGV Sterzhausen/Michelbach sowie ein eigens gegründeter Projektchor. Für Stimmung sorgte im Anschluss „Dai Doo“ mit Tanzmusik.

von Patricia Grähling

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