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Doppelsieg für Amöneburger Jugend

Kreisfeuerwehrtag Doppelsieg für Amöneburger Jugend

Die Wettkampfgruppen der Jugendfeuerwehren Mardorf und Rüdigheim vertreten den Landkreis beim Landesentscheid, ebenso die Staffel aus Marburg-Marbach und die beste Mädchengruppe aus Ebsdorfergrund-Hachborn.

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Links: Gerhard Nickel, mit 94 Jahren der älteste Teilnehmer des Seniorennachmittags, tanzte zu den Klängen des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf. Rechts: Den Abschluss des Löschangriffs im A-Teil des Wettkampfes der Jugendfeuerwehren bildete das Schlagen vier verschiedener Knoten.Fotos: Manfred Schubert

Quelle: Feuerwehr

Amönau. Der zweite Teil des Kreisfeuerwehrverbandstags brachte am Sonntag den Nachwuchs und die Ruheständler der Brandschützer aus dem Landkreis zusammen. Erstmals fand der Kreisentscheid des Bundeswettbewerbs der Jugendfeuerwehren während des Kreisfeuerwehrtages zusammen mit der Veranstaltung für die Senioren der Ehren- und Altersabteilungen der Feuerwehren statt.

Elf Gruppen, darunter zwei reine Mädchengruppen, und acht Staffeln kämpften am Vormittag auf der Wettkampfbahn auf dem Sportplatz um die besten Platzierungen.

Erstmals gibt es in diesem Jahr auf Landesebene auch eine reine Staffelwertung. Eine Staffelmannschaft besteht aus sechs Mitgliedern. Im Vergleich zur Gruppe fehlen drei Personen: Melder, Schlauchtruppführer und Schlauchtruppmann. Im A-Teil muss mit 2 C-Strahlrohren (Staffel) oder 3 C-Strahlrohren (Gruppe) ein Löschangriff über mehrere Hindernisse, Wassergraben, Leiterwand, Hürde und Kriechtunnel, vorgenommen werden. Den Abschluss bildet das Schlagen vier verschiedener Knoten.

Der B-Teil ist ein Hindernislauf über 400 Meter von sechs Staffelläufern, die unterwegs Aufgaben wie das Anlegen der Schutzausrüstung, das Kuppeln von einem Schlauch und Strahlrohr sowie den Zielwurf eines Beutels mit Feuerwehrleine erfüllen müssen.

Die Gruppen der Jugendfeuerwehren aus zwei Amöneburger Stadtteilen freuten sich diesmal über einen doppelten Erfolg. Mardorf konnte seinen Titel als Kreissieger aus dem Vorjahr verteidigen und sein damaliges Ergebnis sogar um acht Punkte auf 1412 verbessern.

Aber auch Rüdigheim jubelte, denn es belegte mit 1404 Punkten den zweiten Platz in dieser Wertung und darf somit ebenfalls den Landkreis beim Landesentscheid in Korbach am 14. September vertreten. Ebenso wie die beste reine Mädchengruppe aus Hachborn, die 1392 Punkte erreichte. Der Nachwuchs aus dem Marburger Stadtteil Marbach erzielte mit 1384 Punkten das beste Ergebnis in der Staffel-Wertung und wird daher auch nach Korbach fahren.

Über Pokale freuen durften sich noch die mit 1400 Punkten drittplatzierte Gruppe Rauschenberg-Bracht/Josbach, die zweite reine Mädchengruppe, Kirchhain-Anzefahr/Schönbach (1379), sowie Wohratal-Halsdorf I (1369) und Weimar-Argenstein (1368), die Platz zwei und drei in der Staffelwertung erreichten.

Kreisjugendfeuerwehrwartin Karina Gottschalk freute sich über die insgesamt erbrachten guten Leistungen und hob hervor, dass Hachborn sogar mit vier Mannschaften angetreten war. Landrätin Kirsten Fründt tröstete diejenigen, die nicht aufs Siegertreppchen kamen: „Wenn man in der Feuerwehr ist, dann ist man schon ein Sieger an sich.“

Geradezu „genial“ fand es Karina Gottschalk, dass diesmal die Ältesten und die Jüngsten zusammenkamen. Die Siegerehrung war in den Seniorennachmittag eingebunden, an dem mehr als 400 ehemals aktive Feuerwehrleute teilnahmen und der somit einen würdigen Rahmen bot. Das Blasorchester der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf brachte musikalischen Schwung in die Veranstaltung. Außerdem gab es sehenswerte Auftritte der Jazztanzgruppe Flair und der Tanzgruppe Temptation, die beide dem TSV Amönau angehören.

Die traditionelle Ehrung der drei betagtesten Teilnehmer nahm Helmut Wittekind, Vorsitzender der Seniorenabteilung des Kreisfeuerwehrverbandes, gemeinsam mit Wetters Bürgermeister Kai-Uwe Spanka und Amönaus Ortsvorsteherin Sigrid Diehl vor.

Der jetzt 94-jährige Gerhard Nickel aus Niederdieten war wie im Vorjahr der älteste und bewies mit einigen Tanzrunden zu den Klängen des Mardorfer Blasorchesters erneut, dass er noch recht fit ist.

Christian Vaupel aus Bracht (Jahrgang 1922) und Heinrich Möller aus Gladenbach-Weidenhausen (1925) erhielten wie Nickel unter anderem je eine Chronik des Gastgeberortes Amönau und einen Stadtführer für Wetter.

von Manfred Schubert

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