Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 1 ° Regenschauer

Navigation:
Ditschler: „kommunale Firmen beschränken“

FDP kürt Kandidaten Ditschler: „kommunale Firmen beschränken“

Der Marburger Christoph Ditschler und Manuel Fenner aus Biedenkopf treten für die FDP im Landkreis Marburg-Biedenkopf bei der Landtagswahl im kommenden Herbst als Direktkandidaten an.

Voriger Artikel
Angela Dorn will „Regierung aus staubigen Sesseln treten“
Nächster Artikel
Beifahrer in kritischem Zustand

FDP-Kreisvorsitzender Jörg Behlen (von links) mit Ersatzkandidatin Sandra Salzer, dem Kandidaten Christoph Ditschler und Ersatzbewerber Christian Fischer (rechts).

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Bei der Mitgliederversammlung des Kreisverbandes erhielten sie deutliche Mehrheiten. Der 29-jährige Ditschler stellt sich den Wählern im Wahlkreis 13 (Marburg und Ostkreis), er wurde mit 18 Ja- bei zwei Nein-Stimmen und vier Enthaltungen gewählt.

Der 27-jährige Fenner vertritt seine Partei im Wahlkreis 12 (Hinterland, Nord- und Südkreis). Er erhielt bei zwei Enthaltungen 21 Ja-Stimmen, zwei Mitglieder stimmten gegen ihn.

Zu Ersatzkandidaten wurden der Weimarer Christian Fischer (Wahlkreis 12), der bei einer Enthaltung 24 Jastimmen erhielt, und Sandra Salzer aus Stadtallendorf (Wahlkreis 13/23 Ja bei einer Gegenstimme und zwei Enthaltungen) bestimmt.

Ditschler, Promotions-Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung und unter anderem Europabeauftragter des FDP-Kreisverbands, machte bei seiner Vorstellung deutlich, dass die FDP alle Menschen mitnehmen wolle, die unter anderem individuelle Freiheit wollten.

Drei Schwerpunkte will er vertreten, die seiner Ansicht nach unterrepräsentiert sind. So stehe er dafür, dass kommunale Beteiligungsgesellschaften in ihren Betätigungsfeldern eingeschränkt werden müssten und sich auf ihren eigentlichen Versorgungsauftrag besinnen müssten. Der Dienstleistungsbetrieb der Stadt Marburg biete zum Beispiel auch Privatleuten Gartenarbeiten an und stehe dort in Konkurrenz zu privaten Anbietern. Der Wettbewerb sei verzerrt, denn die Beteiligungsgesellschaften arbeiteten durch öffentliche Bürgschaften ohne unternehmerisches Risiko.

Krankheitsbedingt fällt Fenners Vorstellung aus

Ein weiterer Schwerpunkt sei die Bildung und insbesondere die freie Schulwahl, so Ditschler. Es seien nicht alle Menschen gleich und das müsse sich in der Vielfalt der Schulformen abbilden, um angemessene Förderung zu erreichen. Zudem setze er sich um eine stärkere Förderung von Aus- und Neugründungen aus der Wissenschaft ein. „Wissenschaft und Wirtschaft schließen sich nicht aus“, vielmehr gelte es, innovative Ideen zu nutzen.

Manuel Fenner wurde wegen Krankheit in Abwesenheit gewählt. Der stellvertretende Kreisvorsitzende ist seit vier Jahren Mitarbeiter der hessischen FDP-Fraktion in Wiesbaden als Regionalbeauftragter.

von Heiko Krause

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Marburg

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr