Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Dinnebier soll Stadträtin für Jugend werden

Nachfolgerin von Dr. Kerstin Weinbach steht wohl fest Dinnebier soll Stadträtin für Jugend werden

Die Marburger SPD-Vorsitzende Kirsten Dinnebier wurde von der SPD-Spitze als hauptamtliche Stadträtin nominiert.

Voriger Artikel
Geschäftsleute beklagen Strafzettel-Flut
Nächster Artikel
Fahnen und Ballons für die europäische Idee

Kirsten Dinnebier, die Vorsitzende der Marburger SPD, soll als Nachfolgerin von Dr. Kerstin Weinbach in den hauptamtlichen Magistrat aufrücken.Foto: Tobias Hirsch

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die endgültige Entscheidung trifft der SPD-Parteitag am 18. Mai, der dann auch über den Inhalt der Regierungsvereinbarung von SPD, CDU und „Bürgern für Marburg“ (BfM) befindet.
Die Vorstände von Fraktion und Partei hatten sich „in Absprache mit der Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach“ entschieden, sie „trotz ihrer ausgezeichneten Arbeit in den zurückliegenden Jahren“ nicht zur Wiederwahl für eine weitere Amtszeit durch das Stadtparlament vorzuschlagen.

Weinbach, alleinerziehende­ Mutter, hatte bereits vor Beginn ihrer zweiten Amtszeit im Jahr 2011 mitgeteilt, dass sie die Aufgaben einer Stadträtin nicht in einer vollen Stelle ausüben kann. Die SPD hatte zu Beginn der letzten Legislaturperiode versucht, die Stelle zu teilen. Dieser Versuch war an der Rechtslage gescheitert. Weinbach hatte deswegen in Teilzeit gearbeitet.

Ein Teil ihrer Aufgaben war auf die beiden in Vollzeit arbeitenden Dezernenten, Oberbürgermeister Egon Vaupel (ab 1.12. 2015 Dr. 
Thomas Spies) und Bürgermeister Dr. Franz Kahle verteilt worden.
Die SPD teilte am Freitag mit, es habe Einigkeit darüber geherrscht, dass „eine Fortführung der Unterbesetzung im ohnehin für Marburg zu knapp bemessenen hauptamtlichen Magistrat“ dauerhaft nicht sinnvoll und nicht weiter zumutbar sei.
Sollte der SPD-Parteitag zustimmen, wird nun Parteichefin Kirsten Dinnebier zur Wahl der Dezernentin am 30. Juni antreten.

Seit 11 Jahren Mtglied des Stadtparlaments

Dinnebier ist seit Anfang März Vorsitzende der Marburger SPD und seit 2006 Mitglied des Stadtparlaments und Vorsitzende des Schul- und Kulturausschusses.
Im neuen hauptamtlichen Magistrat wird Dinnebier neben dem Aufgabenbereich „Schule und Kultur“ auch den Aufgabenbereich „Kinder, Jugend und Familie“ übernehmen – einen der Bereiche, über dessen finanzielle Ausstattung in der Debatte um den Haushalt 2017 am meisten gestritten worden war: Zuwendungen an freie Träger der Jugendhilfe oder Zuschüsse für Freizeiten etwa fallen in die Verantwortung des Jugenddezernats.

Der designierte Bürgermeister Wieland Stötzel (CDU) soll nach OP-Informationen die Verantwortung für das Bauamt erhalten, das bisher bei seinem Vorgänger, Amtsinhaber Dr. Franz Kahle (Grüne), lag. Stötzel soll zudem Teile des Fachbereichs „Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Brandschutz“ von Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (SPD) übernehmen.

Spies wiederum behält das Dezernat „Soziales“ und die Verantwortung für die Zentralen Dienste, die Kämmerei und einen Teil des Fachbereichs „Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Brandschutz“ .
Wenn Kirsten Dinnebier in den hauptamtlichen Magistrat wechselt und damit aus der Stadtverordnetenversammlung ausscheidet, ist Myriam Hövel erste Nachrückerin.

von Till Conrad

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Weinbach-Nachfolge
Stadträtin Dr. Kerstin Weinbach.

Anstelle von Dr. Kerstin Weinbach will die SPD Kirsten Dinnebier für den Posten der Stadträtin vorschlagen.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr