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Die heiße Phase fürs Marburger Land

EU-Fördermittel Die heiße Phase fürs Marburger Land

Die Region Marburger Land geht optimistisch in die nächste Bewerbungsphase des EU-Förderwettbewerbs. Das Entwicklungskonzept steht, eine endgültige Gesamtstrategie soll bis Ende August folgen.

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Starkes Bündnis: Mit gemeinsamen Initiativen wollen Amöneburg, Ebsdorfergrund, Fronhausen, Lohra, Marburg, Neustadt, Stadtallendorf und Weimar als Leader-Region ab 2015 in die nächste
EU-Förderphase starten.

Quelle: Ina Tannert

Stadtallendorf. Es ist geschafft: Das Entwicklungskonzept des Vereins Region Marburger Land als Leader-Region für die kommende EU-Förderperiode steht. Die Bewerbung des gemeindeübergreifenden Verbands für die Leader-Gelder („Liaison entre actions de développement de l‘économie rurale“, auf deutsch: Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft) geht in die Endrunde.

Am Mittwoch fand die Abschlussveranstaltung statt. Alle am Erstellungsprozess beteiligten Akteure, Vertreter der acht Gemeinden sowie Organisationen und zahlreiche interessierte Bürger versammelten sich in der Stadthalle Stadtallendorf.

Während der dreistündigen Veranstaltung stellte der regionale Verbund Marburger Land die in den vergangenen Wochen entwickelten Bausteine des Konzeptes vor. Der Ideenfindungsprozess begann bereits Anfang Mai mit der Auftaktveranstaltung, während der die vier Handlungsfelder „Bildung und Arbeit“, „Heimat und Gastlichkeit“, „Klimaschutz und Mobilität“ und „Gemeinschaft und Tradition“ gebildet wurden.

Während der darauf folgenden Workshops erarbeiteten die verschiedenen Themengruppen konkrete, förderungswürdige Ideen, Projekte und Schwerpunkte für die Region. Schon während der ersten Versammlung wurden mehrere hundert Projektideen zusammengetragen. „Es war eine anstrengende Zeit, alle Beteiligten haben viel beigetragen und sich intensiv eingebracht“, lobte Peter Eidam, Bürgermeister von Weimar und Vorsitzender der Region Marburger Land.

In Stadtallendorf stand noch einmal Gruppenarbeit an - die Beteiligten konkretisierten die gesammelten Schwerpunkte und Wettbewerbsziele, wählten die erfolgversprechendsten aus und zogen ein Resümee aus der Orientierungs-Phase. Das Gesamtkonzept wurde anhand einer Zielpyramide in mehrere Bereiche strukturiert: Auf dem Programm steht unter anderem die Existenzsicherung kleiner Unternehmen, eine Etablierung von neuen Geschäftsmodellen, etwa in der Nahversorgung, die Förderung der regionalen Produktvielfalt sowie Mobilitätskonzepte und eine „Energiewende zum Anfassen“. Weitere Schwerpunkte sind unter anderem attraktivere Dorfkerne in den Gemeinden, verschiedene Mehrgenerationenparks im Kreis, touristische Rad- und Wanderrouten, Lernorte für Kinder sowie ein Ausbau der Museumslandschaft.

Auf die Entscheidungsphase folgt nun die endgültige Ausarbeitung des Entwicklungskonzeptes.

In den kommenden Wochen wird das beauftragte Kommunikations- und Planungsbüro Cognitio das Konzept fertigstellen, ausformulieren und bis zum Stichtag, dem ersten September, an das hessische Umweltministerium zur weiteren Prüfung übergeben.

„Ich bin sehr zuversichtlich, wir haben etwas Großes, Nachhaltiges angestoßen und werden Erfolg haben“, zeigte sich Dr. Bettina Hoffmann, Geschäftsführerin von Cognitio, optimistisch.

Ob das Konzept des Marburger Landes es in die EU-Förderperiode 2014 bis 2020 schafft, wird sich Ende des Jahres zeigen. Hessenweit werden sich etwa 25 Regionen bewerben, rund 20 davon erhalten erwartungsgemäß Gelder aus dem Fördertopf.

Als kleine Motivationshilfe schrieben die Teilnehmer zum Schluss noch kleine bunte Postkarten an die Staatsministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Priska Hinz. Die Gemeinden hoffen nun auf eine erfolgreiche Genehmigung des Konzeptes und der Anerkennung als Leader-Region zum ersten Januar 2015.

von Ina Tannert

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