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Windkraft

Die Windkraftnutzung bleibt umstritten

Mögliche Standorte für neue Windkraftanlagen standen im Mittelpunkt einer dreistündigen Informationsveranstaltung der Stadt Marburg.

Bürgermeister Dr. Franz Kahle hielt ein engagiertes Grundsatzreferat für mehr Windkraftnutzung in Marburg

© Rainer Waldinger
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Marburg. Bisher gibt es auf Marburger Stadtgebiet nur zwei Windräder – und zwar in Wehrda. Zu wenig, findet Bürgermeister Dr. Franz Kahle (Grüne). Bei der Info-Veranstaltung im Stadtverordneten-Sitzungssaal warb Kahle vor 100 Zuhörern eindringlich für die Aufstellung von mehr Windenergieanlagen in Marburg. Zunächst erläuterte der Bürgermeister knapp eine Stunde lang in einem Grundsatzreferat die gestiegene Bedeutung von Windkraft als regenerativer Energiequelle. Windkraft sei eine sehr effizient wirtschaftlich nutzbare Energieform, meinte Kahle. Unterstützt wurde er in seinem Plädoyer für die Errichtung von weiteren Windkraftanlagen auf Marburger Gebiet von Gerd Morber, dem Bereichsleiter „Erneuerbare Energie“ bei „Hessen Energie“: Diese ursprünglich von der hessischen Landesregierung gegründete GmbH hat nach seinen Angaben seit 1994 insgesamt 85 Windkraftanlagen in Hessen errichtet – darunter einen Großteil im Vogelsberg. Doch Morber machte auch deutlich, dass die Stadt Marburg bei der Errichtung von sechs Windkraftanlagen mit einem Investitionsbedarf von mindestens 3,5 Millionen Euro rechnen müsse. Im Auftrag der Stadt Marburg hat „Hessen Energie“ Vorschläge erarbeitet, wo genau neue Windräder an den drei von Bürgermeister Kahle ins Spiel gebrachten Standorten „Lichter Küppel“, „Bürgelner Gleiche“ oder „Görzhäuser Hof“ errichtet werden könnten. Am Informationsabend machte der Bürgermeister jedoch deutlich, dass der Standort „Görzhäuser Hof“ in der Nähe der Pharma-Standorte wohl zunächst aus dem Rennen sei. Denn dort sehe das Regierungspräsidium die Gefahr, dass ein schützenswertes „FFH“-Gebiet (Flora-Fauna-Habitat) in unmittelbarer Nähe gefährdet werden könnte.

von Manfred Hitzeroth

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