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UKGM-Vorstand: "Versorgung ist gewährleistet"

Streik am Klinikum UKGM-Vorstand: "Versorgung ist gewährleistet"

Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Universitätsklinikum Gießen und Marburg, Dr. Gunther K. Weiß, verspricht für Dienstag und Mittwoch "volle Versorgung".

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Das Uniklinikum in Marburg soll Dienstag und Mittwoch erneut bestreikt werden.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. „Patienten werden in unseren Universitätskliniken trotz Streik auch am ­Dienstag und Mittwoch in jedem Fall und zu jeder Zeit höchstqualifiziert versorgt werden“, sagte Weiß gestern. Dafür habe UKGM eine Vereinbarung mit der Gewerkschaft Verdi getroffen. „Und um alle Patienten, die bereits stationär ­aufgenommen sind, wird sich gekümmert werden - es kann allerdings zu Verzögerungen oder terminlichen Ver­schiebungen kommen“, sagte Weiß.

Der Bundesvorstand der Gewerkschaft Verdi will bei der Bundesregierung Personalmindeststandards für alle deutschen Krankenhäuser durchsetzen. Verdi versuche nun, über punktuelle Streiks an einzelnen Kliniken Druck ­aufzubauen. In Hessen geschehe dies an zwei Häusern, unter anderem am Universitätsklinikum Gießen und ­Marburg. Dr. Weiß hält „ein solches Vorgehen für völlig unangemessen“.

Verdi hatte erst im September das UKGM bestreikt und nun angekündigt, dass am Standort Gießen während des Streiks „in jedem Fall Betten geschlossen werden“ müssten.

Verdi-Sekretär Fabian Rehm hatte vergangene Woche mitgeteilt, man wolle den Druck auf die Geschäftsleitung erhöhen - sollte es nicht zu Gesprächen kommen, werde man länger und härter in den Ausstand treten. Dann wären Stationsschließungen die Folge. Die ­Gewerkschaft fordert 800 weitere Pflegestellen am UKGM. Dr. Weiß bezeichnet dies als „weit weg von der Realität“. Der von Verdi 2017 geforderte Stellenaufbau in Gießen und Marburg würde zu einer jährlichen Sonderbelastung in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro für die beiden Universitätskliniken führen.

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